Genencor erreicht erstes Ziel bei der Entwicklung der i-mune(tm) Maus / Unterzeichnung einer Vereinbarung mit bedeutendem Klinikzentrum

Palo Alto, Kalifornien (ots-PRNewswire) - Genencor International, Inc. (Nasdaq: GCOR) gab heute bekannt, dass ein bedeutender Meilenstein bei der Entwicklung einer transgenen Maus erreicht wurde, die den menschlichen HLA DR3 Genlokus exprimiert. Dieses Tiermodell ist das erste Lebendmodell, dass die genetisch verknüpften DQ2 und DR3 Gene enthält. DQ2:DR3 ist der Haplotyp, der am häufigsten bei Autoimmunerkrankungen auftritt. Das Unternehmen gab außerdem bekannt, dass dieses Mausmodell dazu benutzt werden soll, ein lebendes Modell für Zöliakie zu entwickeln. Dies soll in Zusammenarbeit mit der Mayo Klinik geschehen. Die Zöliakie ist eine autoimmune Erkrankung des Dünndarms, die mit einer Intoleranz gegen Gluten oder Weizen verbunden ist.

Menschen, die den HLA Klasse II Haplotyp DQ2:DR3 exprimieren, besitzen eine besondere Anfälligkeit für bestimmte Autoimmunerkrankungen, insbesondere für Zöliakie, Diabetes, Multiple Sklerose, Lupus, Thyroiditis und Myastenia Gravis. Bisher waren keine transgenen Mausmodelle verfügbar, die diesen menschlichen Haplotyp exprimieren und dadurch die Untersuchung dieser Krankheiten im Tiermodell erlauben. Genau dies wird nun mit Hilfe dieses neuen Tiermodells für Autoimmunerkrankungen gemeinsam von der Mayo Klinik und Genencor durchgeführt. Genencor erwartet weitere Gemeinschaftsprojekte mit Universitäten und der Industrie.

"Wir glauben, dass durch die neuen DQ2:DR3-transgenen Mäuse, die den gesamten Klasse II Haplotyp des Menschen exprimieren, ein neues Tiermodell entwickelt werden kann, in dem Erkrankungen des Menschen simuliert werden können. Dadurch kann der Mechanismus der Anfälligkeit, der Manifestation, der Gewebsspezifität, des Auftretens von Autoantigenen und des Einflusses anderer Gene geklärt werden, durch die der Schweregrad und die Dauer der menschlichen Erkrankungen beeinflusst wird", sagte Michael V. Arbige, Senior Vice President der Abteilung für Forschung und Entwicklung bei Genencor. "Ist ein Krankheitsmodell erst einmal etabliert, können damit neue Protokolle für die Immuntherapie, Gentherapie und mögliche Wirkstoffe zur Intervention in verschiedenen Krankheitsstadien getestet werden. Wir glauben, dass diese transgene Maus gegenüber anderen derzeit verfügbaren Modellen einen entscheidenden Vorteil besitzt."

Bei einem jüngsten Treffen des Beratungsausschusses für Immunologie in den Forschungseinrichtungen von Genencor in Palo Alto, Kalifornien, wurde der Fortschritt des Unternehmens in Bezug auf die Entwicklung der Technologie der Generierung transgener Mausmodelle evaluiert; dabei ergaben sich mehrere Anwendungsmöglichkeiten für das DQ2:DR3-Modell. Nach Meinung des Ausschusses könnte die Forschung durch dieses Tiermodell beschleunigt und im Hinblick auf mehrere Autoimmunerkrankungen entscheidend vorangetrieben werden, darunter für die Zöliakie, Morbus Basedow, Typ I Diabetes und Multiple Sklerose.

"Wir waren begeistert von der Aufnahme unserer neuen Technologie durch die renommierten Experten auf dem Gebiet der Autoimmunität und freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit der Mayo Klinik", sagte Arbige weiter. "Es gibt mehrere unmittelbare Anwendungsmöglichkeiten für unser DQ2:DR3-Mausmodell. Wir werden intensiv daran arbeiten, während wir gleichzeitig die Entwicklung der Expression des gesamten menschlichen Immunsystems in unserer i-mune(tm) Maus vorantreiben."

Nach einer Entwicklungsdauer von mehr als sechs Jahren, verfügt das Unternehmen nun über zwei wirksame Innovationstechnologien innerhalb seiner Immunologie-Plattform: der I-mune In-vitro-Test und die I-mune In-vivo-Mausmodelle. Beide Technologien könnten die Entwicklung von Biotechnologie-Produkten entscheidend beeinflussen, da damit die Immunreaktion des menschlichen Körpers auf neue Proteine bereits vor der Testung beim Menschen bestimmt werden könnte. Die Modelle besitzen eine breite Anwendungsbasis bei der Entwicklung von Therapeutika, Impfstoffen und Verbraucherprodukten für den Menschen.

Die i-mune-Maus

Für das HLA-Mausmodell von Genencor gibt es eine Reihe von Anwendungsbereichen. Das eigentliche Ziel des Unternehmens ist es allerdings, das gesamte menschliche Immunsystem in der Maus zu exprimieren. Bei Genencor wurden menschliche Gene identifiziert, die angeblich eine Schlüsselfunktion bei der Entwicklung des menschlichen Immunsystems in immundefizienten Mäusen einnehmen. Das Unternehmen hat transgene Mäusestämme entwickelt, die diese Gene exprimieren und untersucht derzeit deren Fähigkeit, die Transplantation menschlicher hämatopoietischer Stammzellen zu unterstützen.

Genencors humanisierte i-mune-Maus wird einen Durchbruch bei der Untersuchung und Entwicklung neuer Behandlungsmöglichkeiten für Krankheiten des menschlichen Immunsystems, wie z.B. HIV, darstellen, und erlaubt den Fortschritt der Erforschung genetisch bedingter Autoimmunerkrankungen, wie beispielsweise der Multiplen Sklerose oder des Typ I Diabetes. Das Mausmodell wird außerdem dazu benutzt werden können, die Transplantatabstoßung zu untersuchen und möglicherweise zu verhindern, sowie dazu, die Möglichkeiten der Charakterisierung und Beeinflussung menschlicher hämatopoietischer Stammzellen zu verbessern.

Der i-mune-Test

Als zweite Stütze in seinem immunologischen Arsenal hat Genencor den i-mune Test entwickelt. Dabei handelt es sich um einen prädiktiven immunologischen In-vitro-Test, der die Anfangsschritte einer immunologischen Reaktion beim Menschen simuliert. Dieser revolutionäre Test ist ein Epitop-Mapping-System (Epitopkartierungssystem), das diejenigen Bestandteile eines Proteins identifiziert, welche mit großer Wahrscheinlichkeit für das Priming des Immunsystems bei naiven, oder nicht exponierten Personen, zuständig sind. Ist ein Epitop einmal identifiziert, kann der betreffende Proteinanteil bei Genencor technologisch hergestellt werden, um das Ingangsetzen einer immunologischen Gegenreaktion entscheidend zu verringern. Alternativ kann damit auch die Immunantwort gegen ein pathogenes Epitop verstärkt werden, um einen immunologischen Schutz aufzubauen. Daraus ergeben sich Anwendungsmöglichkeiten für Therapeutika, Impfstoffe und Verbraucherartikel für den Menschen, beispielsweise im Pflegebereich, sowie für die Testung landwirtschaftlicher Biotechnologieprodukte.

Über Genencor

Genencor International ist eine diversifizierte Biotechnologiegesellschaft, die innovative Produkte entwickelt und in den Bereichen Gesundheitswesen, Landwirtschaft und Industriechemikalien auf den Markt bringt. Mit einem umfassenden Satz von Technologieplattformen bieten die Produkte von Genencor innovative und nachhaltige Lösungen für viele Probleme des Alltagslebens.

Genencor wurde 1982 als Joint Venture zwischen Genentech Inc. und Corning Incorporated gegründet. Seit ihrer Gründung wurde Genencor zu einer führenden Biotechnologiegesellschaft mit Umsatzerlösen 1999 von über 300 Mio. USD, mehr als 250 Biotechnologieprodukten im Handel und annähernd 3500 eigenen und lizenzierten Patenten und Anwendungen. Genencor beschäftigt mehr als 1.500 Mitarbeiter in aller Welt und besitzt Hauptniederlassungen in Palo Alto (Kalifornien), Rochester (New York) und Leiden (Niederlande).

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ots Originaltext: Genencor International
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Kontakt: Investors, Amy Giller, +1 650-846-7500, oder Medien, Angie Blackwell, +1 716-256-5200, beide für Genencor International, Inc.

Website: http://www.noonanrusso.com/index.html

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