Gaugg: Euroteam: Rechtfertigt "dringlich" Wildwest-Methoden bei Auftragsvergaben?

Wien, 2001-01-09 (fpd) - "Recht locker ging es im Sozialministerium zu, wenn millionenschwere Aufträge zu vergeben waren", erklärte heute der freiheitliche Abg. Reinhart Gaugg zu den Beratungen im Untersuchungsausschuß des Parlaments. Der Vermerk "dringlich" auf dem Aktendeckel setzte häufig fast alle Vergaberegeln außer Kraft und die Innenrevision schachmatt. "Ausschreibungsregeln verkamen damit zur bloßen Theorie, Chancen für mehrere Anbieter im Verfahren schmolzen wie Schnee in der Aprilsonne", so Gaugg. ****

"Weitere Kunstgriffe schalteten auch die letzten Reste eines fairen und zivilisierten Vergabeverfahrens aus", so Gaugg weiter. "Dann mauserte sich das Angebot eines offenbar bevorzugten Anbieters zu einer technisch einzigartigen Leistung. Damit gab es keinen Wettbewerb mehr, sondern freihändig einen Millionenauftrag für EUROTEAM."

Im Untersuchungsausschuß nach Gründen und Kriterien für die Einzigartigkeit des Bieters befragt, flüchtete sich ein zuständiger Beamter in wenig überzeugende Floskeln und den Hinweis darauf, daß die Ministerin unkonventionelle Wege gewünscht habe, berichtete Gaugg.

"Daß der Untersuchungsausschuß Licht auf diese Praktiken wirft, sehe ich als Chance auf Besserung in der Zukunft, schließlich soll "Wildwest" nicht auf Dauer das Bild bei Auftragsvergaben prägen", erklärte Gaugg abschließend. (Schluß)

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