Nach "Taurus" kommt nun "Hector": die nächste Superlok der ÖBB - BILD (web)

Roll Out der neuen Verschublok beginnt.

Wien (OTS) - Die erste von insgesamt 60 neuen Dieselloks der Reihe 2070, genannt "Hector", wurde am 19. Dezember 2000 in Kiel an die ÖBB übergeben. Die neuen Loks werden von Vossloh Schienenfahrzeugtechnik, unter Federführung der Siemens AG Österreich, gebaut. Zahlreiche Komponenten kommen von den ÖBB - Made by Technische Services. Die mit Funkfernsteuerung ausgestatteten Loks werden hauptsächlich für Verschubaufgaben verwendet.

"Hector" stellt die Züge für den "Taurus" zusammen

Verschubloks sind die Stütze des gesamten Bahnbetriebes. Sie schieben Züge in Bahnhöfen zusammen und sorgen dafür, dass Firmen mit direktem Bahnanschluss zu ihren Waggons zur Be- und Entladung kommen. Den fertig zusammen gestellten Zügen wird schließlich eine Lok vorgespannt - die Fahrt kann beginnen.

"Hector" ist für dieses zentrale Aufgabengebiet ideal konzipiert. Als Diesellok kann er auch auf nicht elektrifizierten Strecken flexibel eingesetzt werden. Die 1000 PS starken und 120 km/h schnellen Loks bilden die Basis für den Verschub in Bahnhöfen und stellen einen raschen und kundengerechten Betrieb auf der freien Strecke sicher.

Treffenderweise erhielt die neue Lokbaureihe von DI Herwig Wiltberger, Leiter des für Loks zuständigen ÖBB-Geschäftsbereiches Traktion, den Namen "Hector". "Hector" steht - der griechischen Mythologie folgend - für Stärke und Souveränität und bezeichnet ein Wesen, das als Stütze eines Systems gilt. Diese Eigenschaften treffen auch auf die neue ÖBB-Superlok zu.

Revolutionärer Kaufpreis

In einem öffentlichen Ausschreibungsverfahren und anschließenden Verhandlungsrunden wurde der Bestbieter ermittelt. Die Firma Siemens Österreich AG erhielt den Auftrag zu einem Stückpreis von rund 13,3 Mio Schilling. Dies entspricht etwa der Hälfte (!) des aktuellen Marktpreises für vergleichbare Verschubloks. Der extrem niedrige Kaufpreis ist ein Resultat des erfolgreichen Verhandlungsteams unter dem Vorsitz von Generaldirektor Helmut Draxler.

Am 26. November 1998 vergaben die ÖBB den Auftrag zum Bau von 60 dieselhydraulischen Verschubloks, mit einer Option für 90 weitere. Nach nur zwei Jahren Entwicklung und Bauzeit wurde der erste "Hector" in Kiel an die ÖBB übergeben. Monatlich erhalten die ÖBB drei Loks dazu.

Revolutionäre Technik

Eine Besonderheit des "Hector" ist die erstmalig eingebaute Funkfernsteuerung und die automatische Verschubkupplung. Dadurch kann künftig der Personalaufwand im Verschubbetrieb erheblich reduziert werden. So wird künftig im Einsatz auf der freien Strecke - also bei der Bedienung von Firmen mit Bahnanschluss - ein Einmannbetrieb möglich sein, anstatt der bislang benötigten drei bis fünf Personen. Die ÖBB werden daher weitere 60 Loks einer anderen Baureihe mit diesem System ausstatten.

Komponenten "Made by ÖBB"

Die Zulieferung von Kunststoffbauteilen für die Ausstattung des Lokführerstandes erfolgt von den Spezialisten des Geschäftsbereich Technische Services aus dem Werk Floridsdorf. Die ÖBB-Experten setzten sich auch bei einem eigenen Ausschreibungsverfahren mit ihrem Angebot gegen die harte internationale Konkurrenz durch und gewannen den Auftrag der Firma Vossloh.

Nach dem "Taurus" kommt nun die zweite Superlok der ÖBB. Das Einsatzgebiet des "Hector" wird sich von St. Pölten auf Wels und den Wiener Großraum ausdehnen.

Mit einer "Web-Camera", installiert auf der Homepage der Firma Vossloh Schienenfahrzugtechnik (www.vsft.de), kann man den Roll Out des Hector online mitverfolgen.

(Siehe auch APA/AOM - Original Bild Service) Bild auch abrufbar auf APA/OTSweb: http://www.ots.at

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

ÖBB Kommunikation
Ing. Christoph Posch
Tel: 04242-93000-3131
Fax: 04242-93000-3139
e-mail: christoph.posch@kom.oebb.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NBB/OTS