Seebauer: Regierung gefährdet Ihre Gesundheit

Untersuchungsanstalten sollen privatisiert werden

Wien (GÖD/ÖGB). Wie gestern aus dem Riess-Passer Ressort bekannt wurde, plant die Regierung eine "echte Privatisierung der Bakteriologisch-serologischen Untersuchungsanstalten, der Lebensmitteluntersuchungsanstalten sowie der veterinärmedizinischen Untersuchungsanstalten". Ein entsprechender Vorschlag aus der Struktur und Aufgabenkommission (FAG-Begleitkommission) soll bereits am 27. Februar 2001 als Budgetbegleitgesetz beschlossen werden.++++

Trotz aller bisherigen Beteuerungen, es handle sich bei der geplanten Ausgliederung der Untersuchungsanstalten des Gesundheitsministeriums lediglich um eine Änderung der Rechtsform, plant die Bundesregierung weit mehr als das.

"Die Regierung macht nicht einmal angesichts der BSE-Gefahren Halt vor jenen Einrichtungen, die die österreichische Bevölkerung vor Krankheiten und Seuchen schützen! Ein bewährtes System zur Kontrolle von Tier, Lebensmittel und Krankheiten bei Menschen soll nach 30 Jahren erfolgreicher Arbeit zerschlagen werden. Dass Großereignisse wie Dioxin, AIDS, Meningokokken, Salmonellen, Shigellen etc. erfolgreich bekämpft werden konnten und bis dato kein BSE-Fall aufgetreten ist, haben wir der vorbildlichen Arbeit der Untersuchungsanstalten und des Gesundheitsministeriums zu verdanken. Eine Privatisierung dieser Einrichtungen ist nicht nur wirtschaftlich unsinnig, sondern gefährdet den hohen österreichischen Gesundheitsstandard", so Stefan Seebauer, Vorsitzender der Bundessektion Arbeit, Soziales, Gesundheit in der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst. (aw)

ÖGB, 9. Jänner 2001
Nr. 15

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Vorsitzender der Bundessektion
Arbeit Soziales Gesundheit in der
Gewerkschaft Öffentlicher Dienst
Telefon: (01) 588 31/477
Fax: (01) 588 31/476
Handy: 0664/541 53 41
email: stefan.seebauer@basb.gv.at

Stefan Seebauer

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB/NGB