Gewerbeverein: BSE kann für das Denken gefährlich sein

Wien (OTS) - Etwas an den Tatsachen vorbei gedacht hat Finanzminister Grasser und seine BSE-Berater. Logisch ist es ja schon, dass Vegetarier bei der Meisterung der BSE-Krise nicht mitzahlen sollten. Aber die BSE-Folgeerkrankung, die neue Variante der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (vCJD) hat in Großbritannien ja auch schon eine Vegetarierin dahingerafft. Menschen haben ja schon fast alle mal in ihrem Leben Fleisch oder aus diesem gewonnene Produkte zu sich genommen. Da ist noch etwas anderes: Wer köstliches Mousse au chocolat aus dem Tiefkühlregal entnimmt und die Inhaltsstoffe prüft, wird daraufkommen, dass Gelatine - und die kommt meist von Rindern -drinnen ist. Auch in Arzneimittel sind derzeit erzwungenermaßen noch derartige Inhaltsstoffe.

BSE ist leider längst gegessen - somit ist die Ansage des Finanzministers wohl nicht sehr überlegt. BSE holt man sich nicht, man bekommt es. Im übrigen ist diese ganze Diskussion zwar akademisch interessant. Wenn man am gleichen Tag in der Zeitung liest, dass konsequente Hobbysportler weniger Krankheitskosten (unter Abzug der Kosten für Sportunfälle) verursachen, als Stubenhocker, dann kann man ja auch nicht den Beitrag zur Sozialversicherung mittels Abriebmessung der Tennisschuhsohle ermitteln.

Grassers Ansatz hat schon etwas Bestechendes an sich - es ist die Rückführung zur Verantwortlichkeit für sich selbst. Aber wie die Tatsachen zeigen: Es funktioniert nur leider weder bei Vegetariern, Gesundheitssportlern noch bei Nichtrauchern (die könnten nämlich Sekundärraucher sein), so der Österreichische Gewerbeverein (ÖGV) in einer Aussendung.

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