AK fordert Sonderkontrollen von Wurst und Konserven

Lebensmittelaufsicht in Österreich muss verstärkt werden

Wien (AK) - Sofortige Sonderkontrollen von Wurst, Wurstwaren und Fleischkonserven in ganz Österreich fordert die AK. "Die Konsumenten sind wegen der BSE-Gefahr höchst verunsichert", erklärt AK Präsident Herbert Tumpel, "ich verlange Sicherheit für die Verbraucher." Untersucht werden sollen Wurstwaren, die seit dem 1. Oktober 2000 hergestellt wurden (seit das Verbot der Verwendung von Risikomaterial gilt), aber auch ältere noch im Handel befindliche Würste und Fleischkonserven. "Die Regierung muss endlich handeln", verlangt Tumpel, "BSE ist nicht ein Problem der Bauern, sondern ein Gesundheitsrisiko für die Konsumenten." Besonderes Augenmerk muss bei den Untersuchungen auf Importware gelegt werden. Statt die Mittel für die Lebensmittelaufsicht zu kürzen, fordert Tumpel die Regierung auf, die Lebensmittelbehörden in Österreich zu stärken. ****

Seit 1. Oktober darf kein Risikomaterial, wie etwa Gehirn oder Rückenmark, von Rindern, Schafen oder Ziegen verwendet und etwa in Wurst verarbeitet werden. "Dieses Verbot könnte schon viel länger in Kraft sein", kritisiert Tumpel. Bereits 1998 hat die EU-Kommission ein solches Verbot beschlossen. Die Agrarminister, auch der österreichische Landwirtschaftsminister, haben ein Inkrafttreten aber jahrelang verhindert. "Jetzt müssen aber die Interessen der Konsumenten im Vordergrund stehen", verlangt Tumpel.

Diese Schritte müssen im Interesse der Verbraucher rasch und konsequent umgesetzt werden:

Verstärkte Kontrolle
+ In einer Sonderaktion muss kontrolliert werden, ob und in welchen Wurtswaren Risikomaterial verwendet wird. Das gilt für österreichische und ausländische Waren und besonders für Produkte, die vor dem Verbot am 1. Oktober 2000 hergestellt wurden.
+ Die Ergebnisse dieser Kontrollen müssen umgehend veröffentlicht werden.

Wirksame Aufsicht
+ Die Lebensmittelaufsicht und Lebensmitteluntersuchung in Österreich muss gestärkt werden, anstatt regelmäßig über deren Privatisierung und die Kürzung der notwendigen Mittel zu diskutieren.
+ Eine unabhängige EU-Lebensmittelbehörde, die ausschließlich auf die Interessen der Konsumenten ausgerichtet ist, muss die Lebensmittelsicherheit auf dem europäischen Markt kontrollieren.

Als "positiv aber unzureichend" bezeichnet Tumpel die Ankündigung des Landwirtschaftsministeriums, die Futtermittelkontrollen zu verstärken. Die AK hat das vergangene Woche gefordert, das Ministerium hat darauf hin die Aufstockung der Behörden versprochen. "Wir brauchen aber auch mehr Wissen über die Sünden der Vergangenheit", erklärt Tumpel. Der Landwirtschaftsminister müsse daher auch die Kontrollergebnisse der vergangenen drei Jahre endlich offen legen und erklären, warum er seit 1998 die Kontrollen abgebaut hat.

Eine umfassende AK-Informations-Broschüre für Konsumenten zum Thema BSE kann kostenlos unter der Telefonnummer 310 00 10 370 angefordert werden.

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