AK-VPräs. Gajdosik: Abfertigung ist keine Zusatzpension!

Neugestaltung der Abfertigung muss Vorteile für die Arbeitnehmer bringen! Wien (OTS) - "Auch der Sozialminister sollte zur Kenntnis nehmen, dass die Abfertigung verdientes Entgelt darstellt und keine Spielkapital für eine von oben verordnete zweite Säule bei den Pensionen", erklärte heute der Vorsitzende der FCG-Wien, AK-VPräs. Alfred Gajdosik.

Für den Wiener Arbeiterkammervizepräsidenten kommt weder eine stärkere Besteuerung der Abfertigung noch eine verpflichtende Umwandlung in eine Zusatzpension in Frage. "Anstatt über finanzielle Verschlechterungen für die Arbeitnehmer nachzudenken, sollte das freiheitliche Regierungsmitglied besser Überlegungen anstellen, wie die Abfertigung positiv weiterentwickelt werden könnte", so Gajdosik.

Als geeigneten Ansatzpunkt bezeichnete der AK-Vizepräsident das so genannte ÖAAB-Rucksackmodell der "Abfertigung neu", das auf grundsätzlichen Überlegungen des Vorarlberger AK-Präsidenten Josef Fink beruht. Als Kernpunkte sieht dieses Modell eine eigene Abfertigungskasse vor, bei der der Arbeitnehmer die Möglichkeit hat, zwischen einer einmaligen Auszahlung der Abfertigung ? sowie bisher -, oder einer freiwilligen Zusatzpension zu wählen. Die Schaffung einer eigenen Abfertigungskasse hätte den Vorteil, dass der Arbeitnehmer seine Ansprüche von Betrieb zu Betrieb "mitnehmen" kann.

"Für uns ist es dabei eine klare Sache, dass der begünstigte Steuertarif auf die Abfertigung erhalten bleiben muss", erklärte Gajdosik.

Als stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft Hotel, Gastgewerbe, persönlicher Dienst sieht der Wiener FCG Chef auch einen entscheidenden Vorteil für jene Arbeitnehmer, die von einem häufigen Jobwechsel betroffen sind: Wenn die Abfertigungsansprüche aus den Betrieben heraus in eigene Abfertigungskassen eingebracht werden, kann damit auch ein Anspruch auf Abfertigung bei Selbstkündigung entstehen. Eine Neuregelung der Abfertigung muss aber auf jeden Fall auch eine befriedigende Lösung für die Arbeiter und Angestellten in der Tourismuswirtschaft bringen, die als Saisonbeschäftigte bislang vom Genuss einer Abfertigung ausgeschlossen waren, sagte Gajdosik abschließend. (Schluss) HSH

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