Pirklhuber: Ohne flächendeckende Tests kein Staat "BSE-frei"

Nicht nur Reparatur-, sondern auch Vorsorgemassnahmen nötig

Wien (OTS) Kein EU-Mitgliedstaat kann sich als "BSE-frei" bezeichnen, solange die Tests nicht flächendeckend durchgeführt werden, stellt heute der Landwirtschaftssprecher der Grünen, Wolfgang Pirklhuber, fest. Die Frage der Finanzierung darf nicht als Vorwand genommen werden, dass Tiere über 30 Monate nun gar nicht mehr geschlachtet werden und damit auch nur eine sehr begrenzte Anzahl an Tests durchgeführt werden kann.

Im Sinne des KonsumentInnenschutzes ist es nicht zu verantworten, dass die BSE-Tests nicht offensiv angegangen werden, und es ist auch im Interesse der Bauern, dass soviele Tests wie nur möglich gemacht werden, damit über das Ausmass der Krise in Österreich überhaupt Aussagen gemacht werden können. Die Grünen fordern daher die sofortige Bereitstellung der finanziellen Mittel für die BSE-Tests und die österreichweite Bereitstellung der nötigen Infrastruktur auf den Schlachthöfen, so Pirklhuber.

Darüberhinaus muß endlich von Reparatur- auf Vorsorge-Maßnahmen übergegangen werden. Dazu zählen eine verpflichtende Kennzeichnung aller tierischen Produkte nach ihrer Herkunft, der Haltung und Fütterung der Tiere. Auch Futtermittel müssen endlich verpflichtend und offen nach ihren Bestandteilen deklariert werden. Bekanntlich wird auch jetzt noch Tiermehl in Futtermischungen für Rinder entdeckt, obwohl bekannt ist, dass geringste Mengen an infiziertem Material ausreichen können, dass es zu BSE-Erkrankungen kommt. Neben den BSE-Tests müsse daher für ausreichende Kapazitäten für die Kontrolle der Futtermittel gesorgt werden, so Pirklhuber.

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