Stoisits: Fehler der Einwanderungspolitik aus den 60ern nicht wiederholen

Mit Schnellschüssen und kurzfristigen Quotenaufstockungen ist nicht einmal der Wirtschaft geholfen

Wien (OTS) "Österreich braucht eine Einwanderungspolitik, die die Interessen des Landes wie der Einwanderungswilligen berücksichtigt und mit klaren Regelungen und Quoten den MigrantInnen die Möglichkeit gibt, ihre Zuwanderung rechtzeitig zu planen", fordert die Migrationssprecherin der Grünen, Terezija Stoisits. Umschichtungen innerhalb einer sehr niedrig angesetzten Quote, wie von Bartenstein und Leitl gefordert, werden weder den "Rucksack" an anhängigen Familienzusammenführungsanträgen abbauen helfen noch das Problem der mangelnden Fachkräfte lösen. Daher muß es eine klare Trennung von Familienzusammenführung und Arbeitsmigration bei der Entwicklung von Zuwanderungskonzepten und -maßnahmen geben, fordert Stoisits.

Wenn nämlich die Voraussetzungen durch eine verantwortungsvolle Politik nicht geschaffen werden, dann wiederholt Österreich die Fehler, die es schon in den 60er Jahren gemacht hat, wo Arbeitskräfte mit einer kurzfristigen Perspektive geholt wurden, aber für deren Integration dann nichts getan wurde. "Es ist unbestritten, daß die Industrie derzeit Fachkräfte braucht. Eine seriöse Politik muß sich dem stellen und darf auch nicht die Fehler der 60er Jahre wiederholen. Daher muß eine langfristige Perspektive entwickelt werden, gepaart mit einer mittelfristigen Gewährung von Rechten für die Zugewanderten", so Stoisits.

Das Gefasel von FP-Klubobmann Westenthaler jedenfalls, der die Quote gegen Null drücken will, zeigt bloß einmal mehr, daß die FPÖ eine xenophobe und auch wirtschaftsfeindliche Politik vertritt, die vor lauter ideologischen Scheuklappen kaum mehr die Realität wahrnimmt, so Stoisits abschließend.

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