"profil": Pleiteholding GBI soll zur Gänze verkauft werden

Ausschreibungsbeginn möglicherweise schon im Februar

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, soll die staatliche Pleiteholding GBI (Gesellschaft des Bundes für industriepolitische Maßnahmen GmbH) noch vor dem Sommer inklusive aller noch bestehenden Beteiligungen -Assmann Ladenbau GmbH, der Textilerzeuger Ergee Schrems GmbH und die ATB Antriebstechnik AG - verkauft werden.

1983 war die GBI gegründet worden, um pleitegefährdete Unternehmen zu übernehmen, zu sanieren und später, nach Möglichkeit mit Profit, wieder zu verkaufen. Vor wenigen Tagen hat die dafür zuständige Ministerin für Verkehr, Innovation und Technologie, Monika Forstinger (FPÖ), überraschend den Startschuss für die Vollprivatisierung gegeben. Geschätzter Gesamterlös des Verkaufs, die noch vor dem Sommer abgeschlossen sein soll: zwischen 300 und 500 Millionen Schilling.

"Es gibt durchaus auch Interessenten für das Gesamtportfolio", erklärt der im Infrastrukturministerium zuständige Technologiereferent Renald Kern. Die Entscheidung, ob gemeinsam oder einzeln verkauft wird, sei aber noch nicht gefallen. Bereits in den nächsten Tagen soll Johann Moser, Geschäftsführer der GBI, den Auftrag erhalten, eine Investmentbank mit der Vorbereitung des Verkaufs zu beauftragen. Assmann Ladenbau bilanzierte im Vorjahr bei 740 Millionen Schilling Umsatz bereits zum Drittenmal in Serie positiv. Entsprechend, so GBI-Chef Moser, gebe es dafür bereits eine Liste von rund 15 Interessenten, darunter auch die österreichische Umdasch-Gruppe. Die anderen beiden Verkaufskandidaten werden das Jahr 2000 noch negativ abschließen, nach derzeitigem Stand wird die ATB mit 27 Millionen und Ergee mit 15 Millionen Schilling Verlust bilanzieren. Doch auch hier seien die Weichen für den Turnaround bereits gestellt.

Die geplante Vollprivatisierung der GBI ist nach Aussage eines hochrangigen Ministeriumsbeamten Teil eines "höchst gewagten" Konzeptes. Demnach überlegt Ministerin Forstinger offenbar mit Erlösen aus Privatisierungen einen staatlichen Venture-capital-Fonds einzurichten.

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