"profil": Wertpapieraufsicht leitet Strafverfahren gegen AUA-Chefs Bammer und Rehulka ein

Verletzung der Meldepflichten bei Kauf von Lauda-Air-Aktien -Betrugsanzeige von AUA-Kleinaktionären - CA verkauft AUA-Anteil an Wiener Holding

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, hat die Bundeswertpapieraufsicht ein Strafverfahren gegen die AUA-Vorstände Herbert Bammer, Mario Rehulka sowie Finanzchef Fritz Otti eingeleitet. Unter der Aktenzahl E00025/00 wird wegen des Verdachts auf Verletzung der Meldepflichten gemäß Börsegesetz ermittelt. Das AUA-Management steht im Verdacht, nach 1998 den Anteil der AUA an der Lauda von 35,9 Prozent auf 43,5 Prozent aufgestockt zu haben, ohne wie vorgeschrieben die Börsenaufsicht zu informieren, schreibt "profil". Als Käuferin soll die auf der britischen Kanalinsel Guernsey registrierte Austrian Airlines Lease & Finance Co. Ltd. (ALF) aufgetreten sein, als Depotbank die SKWB Schoellerbank. Bei einer Veurteilung drohen Geldstrafen von 300.000 Schilling pro Kopf. Die AUA bestreitet die Vorwürfe und beziffert ihren Lauda-Anteil mit lediglich 38,6 Prozent.

Bammer, Rehulka und Otti stehen außerdem im Zentrum einer am vergangenen Donnerstag von der Wiener Anwaltskanzlei Ploil, Krepp & Partner im Namen von AUA-Kleinkaktionären eingebrachten Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Wien. Darin wird dem Management "Betrug und Verstoss gegen ¤255 Aktiengesetz" vorgeworfen. Der von "profil" bereits Ende Dezember enthüllte Verdacht: Die AUA soll zwischen 1999 und 2000 über die ihr nahestehende Wiener Lesino Holding GmbH Verluste in der Größenordnung von 200 Millionen Schilling angehäuft und diese ebenfalls verschleiert haben.

Veränderungen gab es zwischenzeitlich auf der AUA-Aktionärsebene, so das Magazin weiter. Die Creditanstalt hat ihren AUA-Anteil von 2,4 Prozent an die Wiener Holding verkauft, um auch nach der Übernahme des BA-Konzerns durch die bayerische HypoVereinsbank eine österreichische Mehrheit an der AUA zu gewährleisten. Die Bank Austria bleibt zwar weiterhin mit knapp acht Prozent beteiligt, sie scheidet aber aus dem so genannten österreichischen AUA-Syndikat aus.

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