Nahverkehrs-Privatisierung wäre deutlicher Rückschritt

Wien, (OTS) Mit zunehmender Skepsis wird vielfach die von Brüssel (EU) ausgehende Tendenz zur Privatisierung des Öffentlichen Personennahverkehrs gesehen. Immerhin bedient beispielsweise der Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) ein Gebiet, in dem fast ein Drittel der österreichischen Bevölkerung beheimatet ist. Die Bahn-, Schnellbahn-, U-Bahn-, Straßenbahn- und Autobuslinien befördern fast 800 Millionen Fahrgäste pro Jahr auf einem flächendeckenden Verkehrsnetz. Das wurde durch einen Grundsatzbeschluss der Republik Österreich im Jahr 1973 ermöglicht, die Länder Wien, Niederösterreich und Burgenland zu einem Verkehrsverbund zusammenzuschließen, um den Öffentlichen Personennahverkehr zu optimieren.****

Mit großer Sorge wird die von der EU ausgehende Entwicklung, die den VOR und in weiterer Folge auch die Wiener Linien beträfe, auch vom Verband kommunaler Versorgungsunternehmen (VKÖ) betrachtet. Dazu Verbandsgeschäftsführer Gerhard Greiner: "Eine Privatisierung des Nahverkehrs wäre ein Rückschritt ins 19. Jahrhundert. Damals gab es zahlreiche private Einzelunternehmen,
die weder eine stabile Verkehrsstruktur noch leistbare Tarife garantieren konnten. Das Funktionieren mancher Verbindungen -abgesehen vom Eisenbahnbetrieb - war oftmals Glücksache".

Tatsächlich war es etwa im Wiener Raum so, dass
beispielsweise die (Pferde-) Tramwaylinien - nahezu jede war eine eigene Firma - immer wieder eingestellt wurden, weil die
Eigentümer pleite waren. Erst die Kommunalisierung brachte hier Wandel: Die Stadt Wien konnte einen regelmäßigen Betrieb zu erschwinglichen Tarifen garantieren. Das war nicht nur im Verkehrsbereich so, auch in der Gas- und später Elektrizitätsversorgung herrschten vor der Übernahme durch die Stadt Wien ähnliche Verhältnisse. (Schluss) pz

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