Das Forstamt der Stadt Wien setzt auf Biomasse

Svihalek - Heizen im Sinne des Klimaschutzes

Wien, (OTS) Das Forstamt der Stadt Wien (MA 49) hat nicht nur die in seinem Besitz sich befindenden Wälder zu betreuen, sondern auch auf diesen Grundstücken verstreut liegende Betriebs- und Wohngebäude. Seit einiger Zeit läuft im Sinne einer Vorbildwirkung in Sachen Klimaschutz ein Programm zur Umstellung der Heizungsanlagen dieser Gebäude auf Biomasse. Das solche
Initiativen notwendiger denn je sind, hat auch die Ende November ergebnislos zu Ende gegangene Klimakonferenz in Den Haag gezeigt, die eine neue Gefahr für die Umwelt hat sichtbar werden lassen:
Die Atomlobby hat Atomenergie als "abgasfreie und CO2 - neutrale" Alternative zur Verbrennung von fossilen Energieträgern angepriesen. Wiens Umweltstadtrat Fritz Svihalek sieht das anders:
"Die Alternative kann nur ´erneuerbare Energie´ heißen: Biomasse, Windkraft- und Sonnenenergie. Das Forstamt der Stadt Wien arbeitet mit seinen Hackschnitzelheizungen in diese Richtung."
Vier Hackschnitzelheizanlagen versorgen inzwischen mit 1200 KW maximaler Heizleistung täglich betriebseigenen Wohn- und Gebäudeeinheiten des Forstamtes der Stadt. Mit der Verbrennung von Holz arbeitet das Forstamt Wien voll im Sinne des Klimaschutzes. Holz ist in der Verbrennung CO2 - neutral, billig und
energiesparend in der Produktion. Das Holz wird genutzt wo es anfällt, dadurch werden die Transportwege gering gehalten. Mit leistungsfähigen Häckselmaschinen wird das bei der Holzernte im Wald zurückbleibende Astholz direkt auf der Forststraße zerkleinert. Dieses "Waldhackgut" wird getrocknet und in den Heizungsanlagen der MA 49 verbrannt. Hackschnitzelheizungen dieser Art gibt es im Forsthaus Aufhof, am Dechantweg in der Lobau, im Vorwerk Lobau und in der Forstverwaltung Naßwald im Gebiet der
Rax.

Für die abseits der Stadt gelegenen Gebäude sind lokale Beheizungssysteme mit Holz eine umweltbewusste Alternative zu
Strom, Öl und Gas. Auf das in diesem Fall teure, energieaufwendige Verlegen von Rohren für Fernwärmeanschlüsse kann verzichtet werden. Das Forstamt Wien hat in den letzten fünf Jahren vier Heizanlagen auf Hackschnitzel umgestellt. Diese werden von geschulten Personen betreut und sind unproblematisch in der
Wartung. Die eingebauten Filteranlagen entsprechen dem modernsten, technischen Standard. Das ausgestoßene CO2 erhöht den Kohlendioxidgehalt der Atmosphäre nicht, weil dieselbe Menge Kohlenstoff erst in den letzten Jahrzehnten aus der Luft in Form
von Biomasse gebunden worden ist. Mit der Gesamtenergieleistung
der Hackschnitzelanlagen von 1200 KW kann das Forstamt 65 Wohneinheiten mit je 100 Quadratmeter Wohnfläche beheizen. "Wir werden in der Beheizung unserer Gebäude weiter umweltfreundliche Lösungen suchen," sagt Stadtrat Fritz Svihalek "Als nächsten Schritt planen wir die Beheizung aller Gebäude des Hermesvillaparkes im Lainzer Tiergarten mit Waldhackgut."
(Schluss) ma

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