ARBÖ: Ab Montag beginnt wieder das große Zittern

Wien (ARBÖ) - Die Weihachtsferien neigen sich dem Ende zu. Ab kommenden Montag ist wieder erhöhte Vorsicht und Rücksichtnahme der Autofahrer besonders vor Schulen, Kindergärten, Schutzwegen
und Haltestellenbereichen gefordert, betont der ARBÖ.

Den Autofahrern legen die ARBÖ-Verkehrsexperten ans Herz:
Fahren Sie bremsbereit. An einem haltenden Schulbus, der durch Blinklichter gekennzeichnet ist, darf nicht vorbeigefahren werden, da mit plötzlich hervorlaufenden Kindern zu rechnen ist. Die Erziehungsberechtigten sollten sich über das Wochenende die Zeit nehmen, mit den Kindern nochmals die wichtigsten Regeln für einen sicheren Schul- und Nachhauseweg wiederholen.

Speziell für den Bereich des Schutzweges gilt die Bestimmung
des § 9 Abs. 2 StVO. Der Lenker eines Fahrzeuges hat Personen, die sich auf dem Schutzweg befinden oder diesen erkennbar benützen wollen, das unbehinderte und ungefährdete Überqueren zu ermöglichen, rufen die ARBÖ-Verkehrsjuristen in Erinnerung. Dementsprechend gering muss die Annäherungsgeschwindigkeit sein um jederzeit anhalten zu können.

Die Straßenverkehrsordnung trägt dem Schutz von Kindern beim Überqueren der Fahrbahn sogar in einer eigenen Bestimmung (§ 29a StVO) Rechnung, wonach der Lenker eines Fahrzeuges nach Absatz 1 dieser Bestimmung "Kindern, die die Fahrbahn einzeln oder in Gruppen, sei es beaufsichtigt oder unbeaufsichtigt überqueren oder überqueren wollen, das unbehinderte und ungefährdete Überqueren der Fahrbahn zu ermöglichen hat und falls erforderlich, anzuhalten hat".

In einem konkreten Anlaßfall befanden sich die Kinder bereits einen Meter vom Fahrbahnrand entfernt auf dem Schutzweg, und der Autofahrer fuhr - obwohl er rechtzeitig vor dem Schutzweg anhalten hätte können - trotzdem weiter. Die Kinder begaben sich verunsichert auf den Gehsteig zurück - glücklicherweise kam es zu keinem Unfall. Gerade solche Situationen führen nach Meinung des ARBÖ oftmals zu schweren Unfällen. Abgesehen von einer nicht geringen Verwaltungsstrafe riskieren Kraftfahrzeuglenker durch ein solches, extrem rücksichtsloses Verhalten auch den Entzug der Lenkberechtigung wegen mangelnder Verkehrszuverlässigkeit.

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