Euro: wie klein wird eine Million Schilling ...

Verordnung zur Mäklergebühr der Börsensensale an Euro angepasst

Wien, (OTS) Schön langsam merkt man deutlich, wie viel
kleiner die Zahlen sind, die Eurobeträgen statt Schillingbeträgen entsprechen. Zum Beispiel bei den jetzt immer wieder kehrenden Änderungen von Gesetzen und Verordnungen zwecks Umstellung auf den Euro. Eine solche Änderung, kundgemacht im Landesgesetzblatt 68/2000, betrifft die Verordnung des Landeshauptmannes von Wien betreffend die Mäklergebühr der Wiener Börsensensale. Das ist die Gebühr, die den an der Wiener Börse tätigen Sensalen für die von ihnen vermittelten Geschäfte zusteht.

Für Geschäfte in Aktien, Partizipationsscheinen, Genussscheinen, Investmentzertifikaten, Optionsscheinen, Bezugsrechten und dergleichen etwa können (vom Kurswert) für Summen bis zu einer Million Schilling 0,18 Prozent, mindestens
aber 60 ATS, verrechnet werden. Bei mehr als 5 Millionen ATS beträgt die Mäklergebühr 0,08 Prozent, jedenfalls 7.000 ATS. Für Geschäfte in allen Rentenwerten vom Nominalwert, in Rentenwerten auf Fremdwährung lautend vom zum Devisenmittelkurs des Geschäftstages umgerechneten Nominalwert und in Options- und Wandelanleihen sowie in Rentenwerten, die per Stück gehandelt werden, erhält der Sensal vom ausmachenden Betrag zwischen 0,150 Prozent/mindestens 60 ATS bis zu 0,015 Prozent/8000 ATS -letzteres, wenn es um mehr als 20 Millionen Schilling geht.

In Euro schaut es so aus: Bekommt der Sensal nun bei Geschäften mit einer Summe von über 20 000 000 ATS mindestens 8.000 ATS, werden es ab 2002 für Geschäfte über (rund) 1 453 456 Euro mindestens 581,83 Euro Mäklergebühr sein. Und wo jetzt die Mindestgebühr bei Transaktionen bis zu 1 000 000 ATS 60 ATS sind, sind es in der künftigen Euro-Zeit für rund 72 672 Euro 4,36 Euro.

Hoffentlich traut man sich da bis zur Eingewöhnung überhaupt noch Geld auszugeben ...

Jedenfalls: Das Landesgesetzblatt LGBl mit dem Text der Änderungen erhält man auf folgenden Wegen:

o Zusendungen des LGBl sind über den Presse- und

Informationsdienst, Rathaus, 1082 Wien, möglich: telefonisch unter Telefon 4000/81026 Durchwahl, über email unter pro@m53.magwien.gv.at (die Zusendung per Mail ist allerdings derzeit noch nicht möglich), über Fax unter 4000/99/81026 (Fax-Zusendung bei Gesetzesblättern kleineren Umfangs möglich). Kosten entstehen erst bei umfangreicheren Mengen, ab 70 Blatt
pro Bestellung bzw. 10 einzelnen LGBl sind pauschal 350 ATS (entspricht dem Abonnementpreis) zu bezahlen.

o Das LGBl kann man auch direkt in der MA 6-Drucksortenstelle der

Stadthauptkasse, Rathaus, Stiege 7, Hochparterre, Tür 103 holen. Kosten auch hier: bei größeren Mengen (70 Blatt bzw. 10 einzelne LGBl) 350 ATS, darunter unentgeltlich.

Die vollständigen Texte der Wiener Landesgesetze und Verordnungen finden interessierte BürgerInnen im Internet, unter wien online www.wien.at/, im Wiener Rechtsinformationssystem WRI (www.wien.at/mdva/wrivts/). Hier ist jeweils etwa vier Wochen nach Erscheinen eines neuen Landesgesetzblattes auch der komplette neue Gesetzestext samt Änderungen enthalten. (Schluss) hrs

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