Statistisches Jahrbuch 1999 ist erschienen

Daten aus allen Lebensbereichen

Wien, (OTS) Wien ist eine Weißweinstadt; Rotweinfreunde müssen in die Thermenregion oder ins Burgenland ausweichen. Das beweist ein Blick in das Statistische Jahrbuch 1999, das vom Statistischen Amt der Stadt Wien - MA 66 herausgegeben wird. Die fast 400 Seiten starke Publikation ist um 450 ATS bei der MA 66,
1, Volksgartenstraße 3, jeweils von 9 bis 15 Uhr, Tel. 4000/88629, mail: post@m66.magwien.gv.at, Internet: www.wien.at/ma66/ erhältlich. Und informiert nicht nur über den Weinanbau, sondern über statistische Daten aus allen Lebensbereichen, von der Bevölkerung über Wirtschaft, Kultur, Energieverbrauch bis zum Arbeitsmarkt, Gesundheitswesen und der Umwelt.****

Grüner Veltliner - Wiens Nr. 1

Zurück zu den WeinbeisserInnen. In Wien gibt’s 6.463.701 Quadratmeter Rebflächen. Hier wachsen die Trauben für 29 Weißweinsorten und nur elf Sorten Rotweintrauben. Die Anbaufläche für den Weißen nimmt über 84 Prozent der gesamten Weinhänge Wiens ein, nicht einmal magere 16 Prozent bleiben für den Roten.

Auf fast 29 Prozent der Weingärten wird die Traube für den Grünen Veltliner gepflegt, 13 Prozent gehören dem Rheinriesling, gefolgt vom Gemischten Satz mit knapp 11 Prozent und vom Weißburgunder mit etwas über 8 Prozent. Ein bisschen Müller-Thurgau, ein wenig Gutedel-Kelter, Muskat-Ottonell und
Muskateller, auch Rotgipfler, Ruländer, Sauvignon Blanc, Sylvaner und Welschriesling werden gekeltert. Die Liste der in Wien angebauten Weißweinsorten liest sich ausgesprochen interessant -auf kleinsten Flächen, die 0,1 Prozent oder weniger der Gesamtanbaufläche ausmachen, wachsen die Perle von Czaba (150 Quadratmeter!), der Graue Portugieser, Oliver Irsay, Kober 5 BB
oder Furmint.

Für die RotweinfreundInnen schaut es dagegen eher traurig
aus. Immerhin: Auf 6 Prozent der gesamten Anbaufläche haben Wiens WeinhauerInnen die Reben des Blauen Zweigelt gesetzt. Damit liegt
er immerhin an 5. Stelle der Anbauflächen. Für alle anderen Sorten roten Weines sind jeweils nicht einmal zwei Prozent reserviert -
ob Blauer Burgunder oder Blauburger, Blauer Portugieser, Cabernet Sauvignon oder St. Laurent. Auf kleineren Flächen, so zwischen 38.000 und 700 Quadratmeter, werden immerhin die Weinstöcke für Merlot, Blaufränkisch oder den Gemischten Satz-Rot gehegt. Reine Minderheitenprogramme sind Cabernet Franc und Blauer Wildbacher.

Die Gesamterträge 1999 betrugen übrigens insgesamt 17.284 Hektoliter und damit wesentlich weniger als 1998 (23.268 hl),
davon 14.451 Hektoliter Weißwein und 2.743 Hektoliter Rotwein.

Einiges vom Wiener Wein werden auch KongreßbesucherInnen genossen haben. Gab es 1999 in der Bundeshauptstadt doch 332 Kongresse mit 135.740 TeilnehmerInnen und 574.144 Nächtigungen.

Und ungezählte WienerInnen und Gäste haben vermutlich auch 1999 manchmal zu tief ins Glas geschaut und den nachfolgenden "Brand" mit dem Hinunterschütten grösserer Mengen Wiener Wassers bekämpft. In der Statistik schlägt sich dies allerdings kaum nieder - betrug der durchschnittliche Wasser-Tagesverbrauch in der Bundeshauptstadt doch 244 Liter pro Kopf. Entsorgt wird weiter
über rund 6.000 Kilometer Hauskanäle und knapp 2.000 Kilometer Straßenkanäle.

Öffis: 6.00 Fahrgäste pro Betriebskilometer

In einer Stadt, die das Wort Wein mit leichter Verdrehung
schon im Stadtnamen hat, sollte es eigentlich selbstverständlich sein, nach dem Besuch des Heurigen mit Öffis oder Taxi heimzufahren. Immerhin stellten die Wiener Linien allein bei U-
Bahn und Straßenbahn 1999 fast ein fast 300 Kilometer umfassendes Liniennetz zur Verfügung, dazu kommen noch fast 390 Kilometer Buslinien. U-Bahn und Tramway zählten 1999 knapp 600 Millionen Fahrgäste oder 6.815 Fahrgäste auf einen Betriebskilometer täglich. Über 111 Millionen Fahrgäste benutzten Busse.

Autos gab es in Wien zu Jahresende 1999 628.724, davon fast 4.600 Taxis, zusätzlich knapp 60.000 LKWs und fast 59.000 Motorräder und Mopeds. Übrigens zählt Wien auch 2.859 Motorboote ... Abgeschleppt wurden 32.454. Fahrzeuge.

Die Kraftfahrzeuge rollen in Wien über 2.540 Kilometer Gemeindestraßen und 256 Kilometer Bundesstraßen plus Autobahnen. Die längste Gemeindestraße ist die Höhenstraße mit fast 15 Kilometern, die kürzeste Straße ist nicht einmal eine Gasse, nämlich der 14 Meter kurze Veilchenweg in Penzing.

Der Veilchenweg gehört vermutlich nicht zu den Unfallstraßen; auf den verkehrsträchtigeren Routen gab es in Wien 1999 4.894 Verkehrsunfälle mit Personenschaden. 61 Menschen wurden dabei getötet, insgesamt 6.296 verletzt. (Schluss) hrs

Für die Wiener Tageszeitungen, ORF, APA:

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