AK kritisiert: Wirtschaft will sich Lehrlingsausbildung subventionieren lassen

Linz (AKO) Verärgert reagiert die AK Oberösterreich auf die neuerlichen Forderungen der Wirtschaftskammer, der öffentlichen Hand die Berufsschulzeit bezahlen zu lassen und die Lehrverträge jederzeit auflösbar zu machen.

Die Unternehmer haben in den letzten Jahren Entlastungen im Lehrlingsbereich im Wert von mehreren Milliarden Schilling erhalten. Im Ergebnis hat Oberösterreich heute - bei bester Konjunkturlage und besten Arbeitsmarktdaten - rund 100 Lehrlinge weniger als vor 3 Jahren! Auch jetzt, Anfang 2001, hätten knapp 2000 Jugendliche mehr gerne eine Lehrstelle, werden aber mit Ersatzmaßnahmen vertröstet oder müssen sich weiter auf Lehrstellensuche begeben.

"Dies zeigt ganz deutlich, dass die gießkannenmäßige Subventionierung der Lehrlingsausbildung keine nennenswerten quantitativen Effekte hat", kritisiert AK-Präsident Hubert Wipplinger. Von einer Verbesserung der Qualität der Lehrausbildung könne in den letzten Jahren angesichts der Einführung von Schmalspurlehrberufe und der Vorlehre ohnedies nicht gesprochen werden.

"Die Arbeitnehmer", so Wipplinger, "werden nicht einsehen, dass sie selbst in allen Bereichen massiv zur Budgetsanierung beitragen, während sich die Unternehmer neuerlich Milliardengeschenke aus dem Budget finanzieren lassen wollen."

Die AK fordert eine Modernisierung der Berufsausbildung, ausreichende Ausbildungsmöglichkeiten und ergänzende Alternativen zur einzelbetrieblichen Lehrausbildung in OÖ, ein modernes regionales Berufsbildungsmanagement und eine unabhängige Qualitätssicherung der Berufsausbildung. "Wir brauchen Investitionen in die Zukunft, eine Modernisierung des Ausbildungssystems aber keine Gieskannenförderung der Unternehmer zu Lasten Öffentlicher Haushalte", so der AK-Präsident.

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