FORMAT: Georg Stumpfs MCN wird am 15. Jänner Ausgleichsantrag stellen

Telekomunternehmen mit zumindest 300 Millionen verschuldet/Exklusivverhandlungen über Verkauf des Millennium Towers mit Immofinanz bis Ende Jänner

Wien (OTS) - In der morgen, Freitag, stattfindenden Aufsichtsratssitzung des Telekomunternehmens Millennium Communication Network AG (MCN) wird Mehrheitsgesellschafter Georg Stumpf vorschlagen, für das angeschlagenen Unternehmen am 15. Jänner einen Ausgleichsantrag zu stellen. Dies berichtet das Nachrichtenmagazin FORMAT in einer Vorausmeldung zu seiner morgen erscheinenden Ausgabe.

Laut FORMAT betragen die Schulden der zu 76 Prozent im Besitz von Georg Stumpf stehenden MCN zumindest 300 Millionen Schilling und sind aus dem laufenden Geschäft nicht mehr zu decken. Gerüchte, wonach der Schuldenberg bis zu 700 Millionen betragen, dementiert die MCN-Führung allerdings vehement.

Bereits bei einer außerordentlichen Hauptversammlung am 15. Dezember stellte sich heraus, daß der MCN-Verlust für 1999 mehr als das halbe Grundkapital erreicht hatte. Eine Kapitalspritze von rund 150 Millionen rettete die MCN laut FORMAT über den Jahreswechsel. Nun werden Dutzende Mitarbeiter abgebaut. Auch der Abschied aus dem Privatkundengeschäft steht fest.

Wie FORMAT weiter berichtet, hat Georg Stumpf mit der börsenotierten Immofinanz AG, einer Tochter der Constantia Privatbank, einen Letter of Intent unterschrieben, wonach bis Ende Jänner exklusiv über einen Verkauf seines Millennium Towers in Wien-Donaustadt verhandelt wird. Während Immofinanz-Chef Karl Petrikovics allerdings lediglich Interesse am Kauf des mit 202 Metern dritthöchsten Bürogebäudes in Europa samt Wohnungen und angeschlossenem Einkaufszentrum zeigt, will Stumpf auch das im Rohbau befindliche Entertainment-Center loswerden: mit Investitionskosten von einer Milliarde Schilling (finanziert von der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich) soll der Komplex im Spätsommer dieses Jahres fertiggestellt werden.

Laut FORMAT würde ein Verkauf des Towers ohne Entertainment-Center an die Immofinanz jedenfalls mehr als zwei Milliarden bringen, wodurch Georg Stumpf nach Abzug der Investitionskosten rund 400 Millionen verdienen könnte.

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