FORMAT: Masseverwalter hat 100-Millionen-Schadenersatzklage gegen zwei Riegerbank-Aufsichtsräte eingebracht

Industriellem Hannes Androsch und Unternehmensberater Johannes Zierer wird Konkursverschleppung vorgeworfen

Wien (OTS) - Klemens Dallinger, Masseverwalter der insolventen Riegerbank, hat kurz vor Weihnachten beim Handelsgericht Wien eine Schadenersatzklage in der Höhe von 100 Millionen Schilling gegen die beiden Ex-Aufsichtsräte Hannes Androsch und Johannes Zierer eingebracht. Dies berichtet das Nachrichtenmagazin FORMAT in einer Vorausmeldung zu seiner morgen erscheinenden Ausgabe.

Laut FORMAT wirft der Riegerbank-Masseverwalter dem Industriellen Androsch sowie dem Unternehmensberater Zierer Fahrlässigkeit und Pflichtverletzung in der Ausübung ihrer Kontrollpflicht als Aufsichtsräte der Ende 1999 in den Konkurs geschlitterten Bank vor.

Wie FORMAT weiter berichtet, stützt sich die Klage, über die im Gläubigerausschuß der Pleitebank sechs Monate lang intensiv diskutiert wurde, unter anderem auf ein Sachverständigengutachten des vom Handelsgericht bestellten Wirtschaftsprüfers Gerhard Altenberger. Gestützt auf Protokolle des Rieger-Aufsichtsrates aus den Jahren 1996 bis 1998 wies Altenberger laut dem Magazinbericht anhand konkreter Beispiele nach, daß die Kontrollore dem später zu achteinhalb Jahren Haft verurteilten Bankier Wolfgang Rieger viel zu lax auf die Finger schauten.

Laut FORMAT hat sich der Masseverwalter schließlich angesichts des bestehenden Prozeßrisikos und der Frage der Einbringlichkeit der 100-Millionen-Forderung dazu entschloßen, aus dem sechsköpfigen Aufsichtsrat das Duo Androsch & Zierer zu klagen. Die beiden waren laut Klage an allen relevanten Aufsichtsratssitzungen beteiligt und hatten entsprechenden Einblick und Informationen. Dallinger: ÑBei ihnen waren die Verdachtsmomente am stärksten."

Hannes Androsch zeigte sich in einer ersten Reaktion gegenüber FORMAT fassungslos: "Es ist zwar Faschingszeit. Ich werde meine Rechtsanwälte aber umgehend damit beauftragen, entsprechende Schritte gegen diesen juristischen Jux- und Tollereiakt zu veranlassen." Johannes Zierer verweigerte gegenüber FORMAT jeden Kommentar: "Ich befinde mich auf Urlaub und weiß von dieser Klage noch nichts."

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