HGPD-Kaskes Tourismuszwischenbilanz zum Jahresbeginn

Höchstes Saisonierkontingent aller Zeiten verlockt zu unsauberer Beschäftigung

Wien (HGPD/ÖGB) "Da erklärt Bundeskanzler Schüssel in seinem Neujahrsstatement, dass er keine Ausländer aus Mittel- und Osteuropa mehr ins Land lassen möchte und gleichzeitig verordnet sein Parteifreund und Wirtschaftsminister ein weiteres Zusatzkontingent an Tourismussaisoniers", wundert sich Rudolf Kaske, Vorsitzender der Gewerkschaft Hotel, Gastgewerbe, Persönlicher Dienst (HGPD): "6590 Saisoniers - das ist Rekordstand, wenn man bedenkt, dass in der Saison 1999/2000 3045 zugelassen waren."++++

Neueste Zahlen beweisen, so der Tourismusgewerkschafter, dass die Arbeitslosigkeit im Dezember in dieser Branche im Vergleich zum Vorjahr um 5,6 Prozent gestiegen ist. "Trotzdem werden neue - und vor allem billige - Arbeitskräfte ins Land geholt. Alleine in den Bezirken Innsbruck-Stadt und -Land sowie Schwaz wurden bisher 822 Anträge für Personen gestellt, die vorher noch nie in Österreich gearbeitet haben. 117 Anträge davon, also rund jeder Siebente, sahen einen Lohn unter dem Kollektivvertrag vor."

Kaske richtet einen Appell an den Wirtschaftsminister, auch
seiner Verpflichtung als Arbeitsminister nach zu kommen und nicht noch mehr Saisoniers zu holen: "Es wäre Bartensteins Aufgabe dafür zu sorgen, dass erst in Österreich lebende In- und Ausländer Beschäftigung finden, bevor er dem Ruf der Wirtschaft nach billigeren Arbeitskräften Folge leistet. Wir brauchen keinen ministeriellen Winterschlaf sondern eine aktive Beschäftigungspolitik der Bundesregierung", schloss Kaske.(kk)

ÖGB, 4. Jänner 2000
Nr. 004

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