"Neue Kärntner Tageszeitung" Kommentar: Die Kärntner Politlandschaft

Ausgabe vom 4.1.2001

Wie geht es mit der Kärntner Politik im Jahr 2001 weiter? Man muss kein Hellseher sein, aber Jörg Haider wird weiter versuchen, aus Kärnten ein Vorzeigeland zu basteln. Bisher ist ihm das nur ansatzweise gelungen. Denn Defizite umzuschichten, um sie mit Hilfe von Krediten wegzuzaubern, ist noch lange kein Schuldenabbau. Jetzt soll der Kinderscheck verspätet und in Miniform realisiert werden. Ob die dafür vorgesehenen Mittel nicht nur Luftschlösser sind, wird die Zukunft zeigen. Wer den Bärentaler kennt, weiß, dass er ein Getriebener ist. Vom Koalitionspartner ausgetrickst, verliert seine Partei auf Bundesebene immer häufiger an Glaubwürdigkeit. Es in Kärnten besser zu machen, ist daher sein vorrangiges Ziel.

Peter Ambrozy hat die SPÖ im Griff. Sollte er im Frühjahr mit großer Mehrheit als Parteichef bestätigt werden, woran eigentlich niemand zweifelt, dürfte er rasch mit dem personellen Umbau beginnen und um sich ein neues Team sammeln. Der Klagenfurter ist ehrgeizig und ganz sicher kein Übergangskandidat. Schlägt das Stimmungspendel zu seinen Gunsten aus, wird er versuchen, sich und die Sozialdemokraten wieder als die Nummer 1 in Kärnten zu etablieren. Schwierig.

Obwohl der Älteste in der Runde, ist Georg Wurmitzer gewiss kein Ableger. Er will bei der nächsten Wahl kandidieren. Seine Schlauheit bewies er in der Auseinandersetzung mit Reinhold Lexer. Was den Schwarzen jedoch negativ anhaftet, ist ihr Ruf, stets auf einen fahrenden Zug zu springen und sich die Rosinen aus dem Kuchen zu picken. Von einem eigenen Profil keine Spur.

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