Wiener Wirtschaft positiv: Statistische Mitteilungen berichten

Erfahrungen aus der Vorbereitung zur Großzählung 2001 weiteres Thema

Wien, (OTS) Ein durchaus positives Bild der Wiener Wirtschaft zeichnen die "Statistischen Mitteilungen 2/2000" in ihrem Konjunkturtelegramm für das erste Halbjahr 2000. Bauwirtschaft und Nächtigungen nahmen überdurchschnittlich zu. Mit einem Produktionswachstum von mehr als 10 Prozent lag Wiens
Bauwirtschaft dabei weit über dem österreichischen Zuwachs von 4,8 Prozent in der Bauproduktion. Bei der Sachgüterproduktion legte
das Produktionswachstum in Wien um 6 Prozent, österreichweit allerdings um mehr als 10 Prozent zu. Der Tourismus in Wien florierte ebenfalls, die Arbeitslosigkeit sank in Österreich und
in Wien sogar noch deutlicher - in den ersten neun Monaten 2000 in Österreich durchschnittlich um 12,6 Prozent, in Wien um 13,2 Prozent. Die Arbeitslosenquote ging im selben Zeitraum in der Bundeshauptstadt um einen Prozentpunkt auf 7,3 Prozent zurück, österreichweit von 6,7 auf 5,8 Prozent. In Wien dürfte aber die größere Zahl der gerade unmittelbar vor der Pension stehenden Menschen und jener Personen, die noch rasch vor den neuen
Regelungen ab Juni bzw. Herbst 2000 gegangenen sind, mit ein Grund für den Rückgang der Arbeitslosenzahlen sein. Die "Statistischen Mitteilungen 2/2000" mit diesen Daten sind um 70 ATS in der MA 66
- Statistisches Amt der Stadt Wien, 1, Volksgartenstraße 3,
jeweils von 9 bis 15 Uhr erhältlich. Telefonische Bestellungen:
4000/88629.****

Generalprobe zur Volkszählung 2001 als weiterer Schwerpunkt

Die Generalprobe, die 2000 in fünf Wiener Gebieten als Vorbereitung auf die bundesweit stattfindende Volkszählung = Großzählung 2001 stattfand, ist das zweite Schwerpunktthema der Statistischen Mitteilungen. "Aus den Erfahrungen der Probezählung und der Generalprobe muss geschlossen werden, dass sich die Großzählung 2001 in der Abwicklung schwieriger als frühere Großzählungen gestalten wird. Gründe dafür sind der Abgleich der Wohnsitzangaben der Volkszählung mit den Meldedaten und die zunehmende Nichterreichbarkeit der Bevölkerung", unterstreicht der Leiter der MA 66 - Statistisches Amt der Stadt Wien, Senatsrat Dr. Franz Satzinger, dazu.

"Auftraggeber" der alle zehn Jahre stattfindenden
Volkszählung -wobei jene 2001 vermutlich die letzte ihrer Art sein wird, danach soll es aufgrund des künftigen zentralen Melderegisters nur noch Registerzählungen geben - ist der Bund,
der letzten Endes auch die im Fragebogen gestellten Fragen
festlegt. Mit den Daten aus der Volkszählung 2001 (Stichtag 15. Mai) soll auch das Zentrale Melderegister für ganz Österreich aufgebaut werden und daher die - in Wien von Zählorganen - in den einzelnen Haushalten ermittelten Wohnsitzdaten mit den Meldedaten abgeglichen werden. In Wien wie auch in anderen Städten teilen Zählorgane die Unterlagen aus, sammeln sie wieder ein und müssen kontrollieren, ob die Fragebögen vollständig ausgefüllt sind. Klarerweise gibt es immer wieder Differenzen zwischen Meldedaten
und tatsächlichem Wohnsitz, dann sind zusätzliche Angaben und Fragen nötig. Das war auch eines der wesentlichen Probleme bei der Generalprobe, sozusagen eine "kleine" freiwillige Volkszählung in einzelnen Gebieten Wiens.

Ein weiteres Problem bei der Generalprobe war die Nichterreichbarkeit von Personen - in solchen Fällen mussten die ZählerInnen Ersatzausfüllungen der Zählpapiere = des umfangreichen Fragebogens vornehmen. Schwierig war auch die Tätigkeit in Studentenheimen, u.a. waren die StudentInnen nicht eben begeistert vom Ausfüllen der Zählpapiere.

Kritisiert wurde von vielen Menschen auch der große Umfang
der Fragebögen (=Zählpapiere), die vielen Fragen wirkten mitunter geradezu abschreckend. Die MA 66 schlug daher dem Bund vor, manche Fragen, die kaum akzeptiert werden, zu streichen - etwa jene nach der Anzahl der lebend geborenen Kinder. (Schluss) hrs

Geehrte Redaktion,

ein Exemplar der Statistischen Mitteilungen 2/2000 wird Ihnen übermittelt.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Helga Ruzicka-Stanzel
Tel.: 4000/81 856
e-mail: ruz@m53.magwien.gv.at

PID-Rathauskorrespondenz:

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK/NRK