Farthofer: Weniger Postämter, weniger Bezirksgerichte - ländliche Regionen verlieren Infrastruktur

Arbeitsplätze gehen verloren, Versorgung der Bevölkerung ist nicht mehr gewährleistet

St. Pölten (SPI) - "Das neue Jahr 2001 bringt neben einem noch nie dagewesenen Belastungspaket für die Bevölkerung und der höchsten Abgabenquote der Zweiten Republik auch massive Einschnitte für die ländlichen Regionen und ihre Bevölkerung. Mit der Privatisierung der Post sollen über 1000 Postämter geschlossen und mehr als 9000 Dienstposten bei der Post gestrichen werden. Was dies bedeutet, wenn 9000 (!) Postler ihren Arbeitsplatz und oftmals ihre Existenz verlieren, wenn ältere Menschen ihr Postamt im Ort geschlossen vorfinden und der Briefträger oft kilometerweit fahren muss, um seine Post zu verteilen, ist besonders den Menschen in den ländlichen Regionen bewusst. Zu massiven Einschnitten soll es auch, wenn es nach dem blauen Justizminister Böhmdorfer geht, bei den Bezirks- und Landesgerichten kommen. Von österreichweit derzeit 212 sollen nur mehr ganze 64 Gerichte übrigbleiben. Auch das trifft vor allem die ländlichen Regionen mit den kleineren Bezirkshauptstädten in Niederösterreich. Das dabei auch Arbeitsplätze verloren gehen, ist klar", kritisiert der Waldviertler SP-LAbg. Erich Farthofer die von der Bundesregierung geplanten Maßnahmen.****

"Dies alles sind Maßnahmen gegen die Interessen der ländlichen Regionen, dies alles sind Schritte, welche die Ausdünnung der Nahversorgung und damit letztendlich eine verstärkte Abwanderung fördern. Dies alles und die Privatisierung der Post dienen ausschließlich der kurzfristigen Budgetkosmetik. Die menschlichen Schicksale der Beschäftigten und die Interessen der Menschen in den Städten und Gemeinden kümmern die blauschwarzen Koalitionäre nicht. Wir NÖ-Sozialdemokraten lehnen diese Vorgangsweise strikt ab, eine Reduktion der Postämter kann ebenso wenig hingenommen werden wie die Schließung von Dutzenden - in NÖ gibt es drei Landesgerichte und 46 Bezirksgerichte - Bezirks- und Landesgerichten", so Farthofer abschließend.
(Schluss) fa

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