Maier: Feuerwerkskörper - "Aktion scharf" von Strasser gefordert!

Feuerwerkskörper werden beim Import nicht kontrolliert

Wien (SK) SPÖ-Konsumentenschutzsprecher Johann Maier richtete am Freitag den dringenden Appell an Innenminister Strasser, eine "Aktion scharf" gegen gefährliche Feuerwerkskörper beim Handel, in erster Linie beim fliegenden Handel, in den nächsten beiden Tagen durchzuführen. "Beim Verkauf von Feuerwerkskörpern liegt einiges im argen: Es gibt keine Kontrolle beim Import; im Handel wird in einem Bundesland mehr, in einem anderen dafür gar nicht kontrolliert; und zu allem Überfluss herrscht ein Kompetenz-Wirrwarr zwischen Innen-und Wirtschaftsministerium." Jährlich werden zu Silvester einige hundert Menschen durch Silvester-Kracher verletzt. "Innenminister Strasser muss nun schnellstens handeln, durch eine flächendeckende Kontrolle vor allem der fliegenden Händler soll gefährliches Material aus dem Straßenhandel gezogen und Unfälle verhindert werden." Der SPÖ-Konsumentenschutzsprecher will erreichen, dass nur Feuerwerkskörper, die dem Pyrotechnikgesetz entsprechen, verkauft werden. ****

Im Vorjahr wurden über 2.500 Tonnen Feuerwerkskörper insbesondere aus Südostasien importiert, ohne jegliche Kontrollen, da diese beim Import von Pyrotechnikmaterialien nicht vorgesehen sind. Nachdem beim Import nicht kontrolliert wird, bleibt als einzige Möglichkeit, gefährliche Kracher aus dem Verkehr zu ziehen, eine lückenlose Kontrolle des Handels. Aufgrund der fehlenden Kontrollen werden noch immer Feuerwerkskörper ohne Gebrauchsanleitung in deutscher Sprache, nur mit chinesischen Schriftzeichen versehen, verkauft.

Bei den Kontrollen im Handel gebe es einige Lücken und offene Fragen. So gebe es etwa im Burgenland keinerlei Aufzeichnungen, in der Steiermark habe es 1999 157 Kontrollen, in Salzburg hingegen nur vier gegeben. In Wien wurde im Vorjahr 126 Mal im Handel kontrolliert, in Niederösterreich 75 Mal, in Kärnten 6 Mal in Oberösterreich 25 Mal in Vorarlberg 12 Mal und in Tirol gab es ca. zwei bis vier Kontrollen pro Geschäft.

Ebenfalls höchst unterschiedlich sind die vorliegenden Zahlen über die beschlagnahmten Feuerwerkskörper, die dem Pyrotechnikgesetz nicht entsprochen haben oder nicht entsprechend gekennzeichnet waren: In der Steiermark wurden von den Behörden drei Beschlagnahmungen erfasst, in Oberösterreich hingegen 4.009. Insgesamt seien im Vorjahr rund 6.000 Produkte beschlagnahmt worden. Einige Bundesländer führten aber darüber keine Aufzeichnungen.

"Zu all diesen Unsicherheitsfaktoren kommt noch ein Kompetenz-Wirrwarr zwischen Innen- und Wirtschaftsministerium", erklärte Maier weiters. Zwei idente Anfragen, die Maier im Juli dieses Jahres an die beiden Minister richtete, wurden in einigen Fragen unterschiedlich beantwortet. "Auch gibt es keine zentrale Datenerfassung zwischen dem Innen- und dem Wirtschaftsministerium", so Maier.

Auch wenn es nicht gelingen werde, jedes Unfallrisiko beim Silvester-Krachen auszuschließen, "so bin ich doch überzeugt, dass eine 'Aktion scharf' eine Reihe von Unfällen verhindern wird", so Maier. (Schluss) se

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