- 29.12.2000, 10:58:59
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- OTS0082
Finanzlage der Gemeinden Niederösterreichs
Mehr Mittel, aber drohende Rückzahlung von Steuern
St.Pölten (NLK) - Landesrat Fritz Knotzer und der Leiter der
Gruppe Innere Verwaltung im NÖ Landesdienst, Hofrat Dr. Robert
Schilk, legten dieser Tage wieder den Bericht über die finanzielle
Lage der Gemeinden Niederösterreichs vor. Dieser Bericht wurde neben
den Schillingbeträgen das erste Mal auch in Euro ausgewiesen. Im neu
verhandelten Finanzausgleich wurden den Kommunen zwar wieder mehr
Mittel zur Verfügung gestellt, aber der Wegfall von Steuereinnahmen
und auch drohende Rückzahlungen von vereinnahmten Steuern stellen sie
immer wieder vor finanzielle Probleme. Gleichzeitig gingen auch die
Investitionsausgaben der Gemeinden weiter zurück, weshalb Knotzer
alle Beteiligten aufruft, hier rasche Entscheidungen zu treffen.
Das Gesamtsteueraufkommen der niederösterreichischen Gemeinden betrug
im Jahr 1999 16.952.245.000 Schilling oder 1.231.967.690 €, das ist
gegenüber 1998 um 3,5 Prozent mehr. Wie immer stellen auch diesmal
die Ertragsanteile mit 62,5 Prozent im Jahr 1999 das höchste
Aufkommen an Steuern.
Das höchste Steueraufkommen pro Kopf hat der Magistrat der Stadt
St.Pölten mit 19.085 Schilling, gefolgt vom Magistrat der Stadt Krems
mit 17.585 Schilling und vom Magistrat der Stadt Wiener Neustadt mit
16.660 Schilling. Erst an vierter Stelle folgt mit Mödling und 16.066
Schilling pro Kopf ein "normaler" Bezirk. Das Schusslicht bilden die
Bezirke St.Pölten mit 9.480 Schilling, Hollabrunn mit 9.366 Schilling
und Krems mit 9.259 Schilling. Berücksichtigt man die Magistrate mit
den umliegenden Bezirken, so liegt die Region St.Pölten mit 12.975
Schilling pro Kopf an der Spitze, gefolgt von der Region Wiener
Neustadt mit 12.023 Schilling und der Region Krems mit 11.776
Schilling.
Von den Gesamtsteuern fließen 33,5 Prozent an Gemeinden mit über
10.000 Einwohnern, das sind 5,68 Milliarden Schilling bzw. 16.380
Schilling oder 1.190 € pro Einwohner. 18 Prozent gehen an die
Gemeinden von 5.001 bis 10.000 Einwohner, das sind 3,05 Milliarden
Schilling bzw. 11.646 Schilling oder 846 € pro Einwohner. 25,5
Prozent sind der Anteil an Gemeinden mit 2.001 bis 5.000 Einwohner,
das sind 4,33 Milliarden Schilling bzw. 10.004 Schilling oder 727 €
pro Einwohner. 23 Prozent holen sich schließlich die Gemeinden bis
2.000 Einwohner, das sind 3,89 Milliarden Schilling bzw. 9.004
Schilling oder 654 € pro Einwohner.
Die Aufwendungen für die Investitionen der Gemeinden
Niederösterreichs, also die Aufwendungen im außerordentlichen
Haushalt, betrugen 1999 11.110.804.000 Schilling oder 807.453.617 €
bzw. pro Kopf der Bevölkerung 7.539 Schilling oder 547,88 €. Das sind
um 2,6 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.
Der Schuldenstand lag 1999 in allen niederösterreichischen
Gemeinden bei 39.052.337.000 Schilling oder 2.838.044.011 €, das sind
um 5,69 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
Rückfragehinweis: Niederösterreichische Landesregierung
Pressestelle
Tel.: 02742/9005-2312
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