Pressestimmen/Vorausmeldung/Politik/Soziales "Neue Kärntner Tageszeitung" - Kommentar: Kinder als Nachschub

Ausgabe vom 29. Dez. 2000 Klagenfurt (OTS) - Kinder als Nachschub - Eines verbindet alle Politiker, linke und rechte, Diktatoren und Demokraten - sie lieben Kinder über alles. In Kärnten kommt jetzt sogar das Kindergeld und österreichweit bald auch. Alles für die Familien, dass Kinder wieder realistisch wünschbar werden. So weit, so gut. Bundeskanzler Schüssel, der Kinder auch von Herzen mag und nicht genug kriegen kann von ihnen, erklärte gestern im ORF-Mittagsjournal, warum. Er mag sie ganz einfach lieber als Russen und Türken. Schon aus wirtschaftlicher Sicht mag er sie und der Ausländerquote wegen, die nicht zu erhöhen im Regierungsprogramm festgeschrieben sei. Die Erhöhung der Geburtenrate stehe nichts, kein Türk und kein Programm entgegen. Und wenn dann die vielen wirtschaftlich notwendigen heimischen Kinder in die Schule kommen, werden sie nicht mehr so viel lernen müssen. Die lästige und teure Ausbildungszeit wird verkürzt und das Pensionsalter weiter hinaufgesetzt. Dazwischen liegt Arbeit. Schüssel wörtlich:"Denn wenn uns die Arbeiter fehlen, wäre das eine wirtschaftliche Bremse"" So offen wurde selten über das Bild gesprochen, das sich Politik von Kindern seit jeher macht. Wie oft waren sie nichts als Nachschub für den Krieg, Nachschub für die Industrie und wirtschaftliche Interessen, Nachschub zur Auffüllung des Bootes gegen "Türken", ein Argument gegen den Familiennachzug. Die von der Politik umarmten Kinder sind immer missbrauchte Kinder. Das Kind war um seiner selbst willen noch nie gemeint.

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