Debatte um IT-Zuwanderer: SP-Parnigoni wünscht sich ehrlichere Worte Strassers

Wien (SK) Ehrlichere Worte bei der Diskussion rund um die Erhöhung der Zuwandererquote zu Gunsten von Computer-Experten wünscht sich SPÖ-Sicherheitssprecher Rudolf Parnigoni von Innenminister Strasser. Die Wirtschaft habe in den letzten Jahren leider die künftigen Berufserfordernisse völlig falsch eingesetzt, dies sei eine glatte Fehlleistung vergangener ÖVP-Wirtschaftsminister gewesen, nicht zuletzt auch die des nunmehrigen Bundeskanzlers Schüssel, so Parnigoni am Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Parnigoni: "Es ist deshalb schon ein starkes Stück, wenn sich ÖVP-Minister Strasser in der heiklen Zuwanderungsdebatte hinter AK und ÖGB versteckt! Dass der Innenminister zu einer recht eigenartigen Beurteilung hinsichtlich der Qualifikation von Fachkräften neigt, hat er nicht zuletzt durch die Streichung von 700 dienstführenden Jobs bei der Gendarmerie bewiesen. Strasser fordert weniger Häuptlinge und mehr Indianer. Das ist aber genau der falsche Weg. Diese fatale Praxis einer Nivellierung der Ausbildung nach unten darf keinesfalls auf den Arbeitsmarkt übergreifen. Der Minister soll bei der Wirtschaft entsprechend Druck machen, damit diese endlich durch Ausbildungsprogramme die katastrophale personelle Lücke bei den heimischen IT-Experten zu schließen beginnt, dann wird auch die Zuwanderungsdebatte an Brisanz verlieren."

Im übrigen sei keinesfalls ein unüberschaubarer Zustrom von ausländischen Computerexperten zu befürchten. Parnigoni: "In Deutschland hat man bis dato von 20.000 erforderlichen Experten gerade einmal 2400 anwerben können!" (Schluss) se/mp

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