AK Tumpel: 2001 muss das Jahr der Arbeitnehmer werden - 1

Die AK-Schwerpunkte für das kommende Jahr

Wien (AK) - Die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, mehr und bessere Angebote für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der beruflichen Aus- und Weiterbildung, mehr Recht und Schutz für das wachsende Heer der so genannten atypischen Beschäftigten, altersgerechte Arbeitsplätze und eine arbeitnehmergerechte Arbeitswelt: Das sind nur einige Schwerpunkte der AK für das kommende Jahr 2001. "Diese Probleme müssen rasch gelöst werden, die Regierung muss endlich aktiv werden", verlangt AK Präsident Herbert Tumpel. Und: Wo die Regierung auslässt oder Mittel kürzt, etwa in der Aus-und Weiterbildung, wird die AK mit ihrem Projekt "AK plus" für die Arbeitnehmer einspringen. ****

"Beruf und Familie dürfen kein Widerspruch sein", fordert Tumpel. Die Regierung will das Kindergeld für alle, auch für die die es nicht brauchen. Gleichzeitig sistiert sie die Kindergartenmilliarde. Tumpel verlangt, dass das Karenzgeld erhalten bleibt und endlich erhöht wird, mehr Kinderbetreuungsplätze und mehr Mitspracherecht für Frauen bei der familiengerechten Gestaltung der Arbeitszeit. "Die Regierung muss endlich die Rahmenbedingungen schaffen, damit mehr Frauen einer eigenständigen Beschäftigung nachgehen können", sagt Tumpel.

Aus- und Weiterbildung wird für die Arbeitnehmer immer wichtiger. "Die Wirtschaft braucht Fachkräfte", sagt Tumpel, "für deren Ausbildung wird aber zu wenig getan." Es gibt zu wenig Lehrstellen für die Jugend, es fehlen die notwendigen Plätze an den berufsbildenden Schulen, besonders im Zukunftsbereich Informationstechnologie und neue Medien und Arbeitnehmer die sich weiterbilden wollen scheitern oft an den zu hohen Kosten. "Die AK wird mit dem Projekt "AK plus" besonders in der Aus- und Weiterbildung bereits 2001 neue Leistungen anbieten", kündigt Tumpel an.

Die Modernisierung des Sozial- und Arbeitsrechts ist ein weiterer AK-Schwerpunkt 2001. "Die neuen Gegebenheiten in der Arbeitswelt erfordern auch eine Anpassung der Regeln", fordert Tumpel die Regierung auf, aktiv zu werden. Besonders für das wachsende Heer der "Freien", der so genannten atypischen Beschäftigten fordert die AK mehr Recht und Schutz.

Ein besonderes Anliegen ist Tumpel die Schaffung altersgerechter Arbeitsplätze und einer arbeitnehmergerechten Arbeitswelt. "Es muss mehr Möglichkeiten für die so genannten Älteren geben, länger in Beschäftigung zu bleiben", verlangt Tumpel. Der Druck in der Arbeitswelt nimmt für viele Arbeitnehmer immer mehr zu, die Arbeitsverhältnisse werden unsicherer und die Mobilität am Arbeitsmarkt wächst. "Dieser Entwicklung muss das Arbeitsrecht angepasst werden", sagt Tumpel.

(Forts. mgl.)

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