Glätte, Schnee: 550 Verkehrsunfälle mit Personenschaden

Richtiges Fahren sichert gegen Rutschen

St.Pölten (NLK) - Auf Niederösterreichs Straßen herrschen seit heute wieder tiefwinterliche Verhältnisse - ein Anlass, auf einige Grundregeln für das Fahren auf Schnee und Eis zu erinnern. "In Niederösterreich wurden 1999 rund 550 Pkw- und Lkw-Unfälle auf glatten und schneebedeckten Straßen verzeichnet, die mit Personenschaden endeten", sagte heute Helmut Lindner, der Landesleiter des Kuratoriums für Verkehrssicherheit in St.Pölten.

Richtiges Fahren bei Glatteis und Schnee ist also wichtig. Schnelles Lenken, starkes Bremsen und Gasgeben sowie hartes Schalten sollen vermieden werden. Zudem wird bei winterlichen Verhältnissen der Bremsweg länger, weshalb ein erhöhter Sicherheitsabstand notwendig ist. Auf Schnee sollte nur halbe Geschwindigkeit und doppelter Sicherheitsabstand als auf trockener Fahrbahn eingehalten werden, auf Eis sind ein Viertel der Geschwindigkeit und dreifacher Sicherheitsabstand angebracht.

Nach dem Kraftfahrgesetz gibt es weder ein Gebot noch ein Verbot zur grundsätzlichen Verwendung von Winterreifen. Allerdings sollten Kraftfahrer bedenken, dass die Nichtverwendung bei Schneefall zum Verlust des Versicherungsschutzes oder zu einer Mitschuld bei einem von anderen Kfz-Lenkern verursachten Unfall führen kann. Das Kuratorium fordert daher eine Winterverordnung: Pkw müssen mit Winterreifen ausgestattet sein, Schwerfahrzeuge müssen verpflichtend Schneeketten mitführen.

Schneeketten dürfen nur verwendet werden, wenn die Fahrbahn mit einer ununterbrochenen Schnee- und Eisschicht bedeckt ist. Die Ausnahme: Das Verkehrszeichen "Schneeketten vorgeschrieben" verpflichtet zur Montage. Auch Spikesfahrer müssen in diesem Fall zu Schneeketten greifen.

"In Niederösterreich sind rund 30 Prozent der Lenker nicht angegurtet", erläutert Lindner weiter, "und rund ein Drittel der Kinder hat keinen Kindersitz." Ist man am Rücksitz nicht angeschnallt, wird bei einem Aufprall zusätzlich der Vordermann gefährdet, gegen den man geschleudert wird. Und das Risiko, bei einem Verkehrsunfall getötet zu werden, ist für nicht angeschnallte Lenker siebenmal höher als für angeschnallte.

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