Leitl: Exporte zu den EU-Beitrittskandidaten seit 1992 um 150 % gestiegen

Österreichs weltweite Exporte nahmen im gleichen Zeitraum um 70 Prozent zu

Wien (PWK1115) - Während die Politik noch diskutiert, erlebt und vollzieht die Wirtschaft die EU-Erweiterung bereits seit Jahren. Dies zeigt sich vor allem in der Intensivierung des österreichischen Außenhandels mit den EU-Beitrittskandidaten in Mittel- und Osteuropa Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Slowenien, Estland, Lettland und Litauen. "Österreichs Exporte in diese Staaten nahmen seit 1992 um fast 150 Prozent auf 110 Mrd Schilling (1999) zu. Die weltweiten österreichischen Ausfuhren stiegen im gleichen Zeitraum etwa halb so stark, nämlich um 70 Prozent", berichtet der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich Christoph Leitl. Damit hat sich der relative Anteil der Kandidatenländer an den österreichischen Gesamtexporten seit 1992 von 9,2 Prozent auf 13,3 Prozent erhöht.

Die Importe aus den 10 Beitrittskandidaten-Ländern nach Österreich entwickelten sich ebenfalls kräftig und nahmen seit 1992 um fast 160 Prozent auf 85 Mrd Schilling zu, während die weltweiten Importe nur um 50 Prozent anwuchsen. "Österreich verfügt weiterhin über eine sehr positive Handelsbilanz mit den Staaten Mittel- und Osteuropas, wenn auch die hohen Marktanteile generell leicht gesunken sind", so Leitl. "Wir müssen uns immer mehr mit den anderen EU-Ländern am osteuropäischen Markt konkurrenzieren, vor allem ab dem Zeitpunkt, zu dem die Beitrittswerber tatsächlich EU-Mitglieder werden." Umso wichtiger sei es, die ausgezeichneten Kontakte zu Mittel- und Osteuropa zu pflegen und weiter zu vertiefen. Leitl wies besonders auf die Chancen hin, die sich durch die Beitritts-Vorbereitungen der Kandidatenländer im Umwelt- und Infrastrukturbereich für die österreichischen Exporteure ergeben. "Die EU-Niveaus müssen erreicht werden und Österreichs Wirtschaft kann hier einen großen Beitrag für ihre östlichen Partner leisten."

Zur starken österreichischen Präsenz in den MOEL unternimmt die Wirtschaftskammer Österreich spezielle Exportförderungsmaßnahmen. So werden in den einzelnen mittel- und osteuropäischen Ländern Spezialseminare in den Prioritätsbereichen Umwelt, Energie, KMU etc. veranstaltet sowie Wirtschaftsmissionen auch in die Ukraine und nach Russland durchgeführt. Als Themenschwerpunkte für 2001 nennt Leitl vor allem Privatisierung, grenzüberschreitende Zusammenarbeit, Infrastruktur, Forschung und EU-Förderprogramme. Ebenso wird im nächsten Jahr für die österreichische Präsenz auf den wichtigen Messen in praktisch allen mittel- und osteuropäischen Ländern gesorgt, wobei branchenmäßig die Schwerpunkte im Anlagenbau, in der Elektronik, Elektro-, Mess- und Regeltechnik, bei landwirtschaftlichen Maschinen, Nahrungs- und Genussmitteln, Sanitär-und Umwelttechnik, Bau sowie in der Papier- und Verpackungsindustrie liegen. Verstärkt engagieren sich auch die österreichischen Cluster in den Märkten der mittel-, ost- und südosteuropäischen Ländern.

"Die Marketing-Kleinbüros unserer Außenwirtschaftsorganisation werden an expansiven Plätzen wie in Südosteuropa weitergeführt und die in den Zielländern sehr geschätzten Aus- und Weiterbildungsprogramme des WIFI 2001 fortgesetzt", verspricht der Wirtschaftskammerpräsident, der Ende Jänner 2001 eine österreichische Firmendelegation nach Belgrad zu Gesprächen mit den Spitzen der neuen Regierung der Bundesrepublik Jugoslawien führen wird. (Ne)

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