Altenpflege ist primär Aufgabe der Gemeinden

Vorarlberger Seniorenräte diskutierten gemeinsame Probleme

Bregenz - Auf Einladung des Vorsitzenden des
Seniorenbeirats beim Amt der Vorarlberger Landesregierung,
Hubert Waibel, trafen sich kürzlich im Landhaus führende
Vertreter der kommunalen Seniorenbeiräte zu einem Erfahrungs-
und Gedankenaustausch. Im Mittelpunkt der lebhaften
Diskussion stand die Frage der Ausgliederung von Alten- und Pflegeheimen aus der Kommunalverwaltung. ****

Die Seniorenvertreter waren grundsätzlich der Meinung,
dass sich die Gemeinden nicht der Aufgabe entledigen sollten,
für ihre alten und pflegebedürftigen Bürger zu sorgen, selbst wenn diese Aufgabe auf Grund der Bevölkerungsentwicklung
zunehmend schwieriger wird. Sollte eine Gemeinde wegen Überforderung oder aus Budgetgründen trotzdem ihre Pflegeeinrichtungen privatisieren, müsste sie sich ein
möglichst großes Mitspracherecht bei der Heimführung sichern. Unbedingt abzulehnen sei eine Flächen deckende
Monopolisierung solcher privater Dienstleistungen. In diesem Zusammenhang wurde die Frage aufgeworfen, ob private
Dienstleister (Stiftungen) auch dann an der Führung von
Alten- und Pflegeheimen interssiert sind, wenn gewisse
steuerliche und finanzielle Vorteile wegfallen sollten.

Altengettos vermeiden

Um eine Gettoisierung älterer Menschen zu vermeiden,
müssen nach Ansicht der Seniorenräte vermehrt Veranstaltungen
für Alt u n d Jung angeboten werden, was wiederum eine
stärkere Vereinsförderung in den Gemeinden notwendig macht.

Scharf kritisiert wurde die exorbitante Erhöhung der Rezeptgebühren, da sie ältere und chronischkranke Menschen besonders hart trifft. Einmal mehr wurde auch eine stärkere Berücksichtigung der Interessen und Anliegen der älteren Generation in den Massenmedien eingefordert. Noch immer werde übersehen, dass die Zahl der Seniorinnen und Senioren ständig steigt
(so/gw,nvl)

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