Bank Austria und SKWB Schöllerbank verhinderten feindliche Übernahme der Austrian Airlines bereits im Jahr 1999

Wien (OTS) - Aufgrund anonym verbreiteter Vorwürfe, daß Austrian Airlines eigene Aktien vor der in der Hauptversammlung 2000 erfolgten Genehmigung erworben hätten und angeblich über Zukauf aus dem Streubesitz bereits im mehrheitlichen Besitz der Lauda Air Luftfahrt AG seien, erklären Austrian Airlines wie folgt:

Bis Anfang 1999 hielt unser japanischer Kooperationspartner All Nippon Airways (ANA) 9 % des Aktienkapitals von Austrian Airlines. Aus firmeninternen Gründen beabsichtigte ANA bis Ende März 1999 dieses Aktienpaket kurzfristig zu verkaufen. Die SAirGroup versuchte damals, zunächst ohne Wissen und danach gegen den Willen von Austrian Airlines, dieses Aktienpaket zu erwerben. Dies kam einem feindlichen Übernahmeversuch nahe, da ein Anteil von insgesamt 19 % die SAirGroup

bereits in die Nähe der sogenannten Sperrminorität gebracht hätte. Dies hätte den strategischen Spielraum von Austrian Airlines stark eingeengt. Zum Beispiel wäre ein späterer Allianzwechsel damit unmöglich gewesen.

Aufsichtsratspräsident Prof. Dr. Rudolf Streicher und der Vorstand erwirkten in intensiven Verhandlungen mit All Nippon Airways, daß deren AUA-Aktienpaket als Alternative zum Verkauf an die SAirGroup, österreichischen institutionellen Anlegern angeboten wurde.

Die Bank Austria erwarb daraufhin in eigenem Namen und auf eigene Rechnung 6,8 % des 9 %-igen Aktienpaketes der ANA und stockte damit ihren damaligen Anteil auf 10 % auf. Das restliche Aktienpaket von 2,2 % erwarb die SKWB Schöllerbank ebenfalls in eigenem Namen und auf eigene Rechnung.

Die SKWB Schöllerbank plazierte diese Aktien in der Lesino Holding GmbH, in der auch die Finanzierungsgesellschaft Austrian Airlines Lease and Finance Co. Ltd. (ALF) im Rahmen des üblichen Treasury- und Veranlagungsgeschäftes Veranlagungen tätigt.

Im Rahmen von üblichen Absicherungsstrategien gibt es auch Optionsvereinbarungen, die sich aber nicht auf AUA- oder Lauda Aktien beziehen, sondern auf die Anteile an der GmbH selbst. Die Optionsvereinbarungen sehen vor, daß im Sinne eines "Risk / Reward Modells" ALF Chancen und Risken aus den Veranlagungen der Lesino Holding GmbH zufließen, wenn die Option ausgeübt wird.

Zur Absicherung besteht weiters eine Verpflichtung, daß im Falle der Übertragung der Anteile an der Lesino Holding GmbH an die ALF oder Austrian Airlines das Vermögen der Lesino Holding GmbH keine Veranlagungen enthalten darf, die nicht auch Austrian Airlines oder ALF selbst erwerben dürften. Dadurch ist ein mittelbarer Erwerb eigener Aktien ausgeschlossen. Die betreffenden Vereinbarungen halten sich streng an die österreichische Rechtslage. Gemäß Gutachten namhafter Rechtsexperten sind diese Vereinbarungen weder berichtspflichtig, noch sind dafür zwingend Vorsorgen in der Bilanz zu treffen.

Nach Auskunft der Lesino Holding GmbH hat diese weder direkt noch indirekt jemals Lauda Aktien gehalten. Aktienrechtlich wäre ein solcher Erwerb jederzeit zulässig, wäre jedoch nicht von Austrian Airlines oder ALF, sondern von der Lesino Holding GmbH nach dem österreichischen Börsegesetz meldepflichtig. Falls die Lesino Holding GmbH solche Aktien erwerben würde, könnten Austrian Airlines oder ALF keinerlei Einflußrechte beanspruchen.

Austrian Airlines halten derzeit 35, 9 % an Lauda Air, die Austrian Airlines Lease and Finance Co. Ltd. besitzt einen rd. 2,7 %-igen Anteil im Umlaufvermögen. Weiters werden Austrian Airlines einen Anteil von 11,1 % der Lauda Air Aktien von Lufthansa erwerben. Diese Aktien befinden sich derzeit noch nicht in unserem Eigentum. Daher halten Austrian Airlines weder die Mehrheit der Anteile insgesamt, noch die Mehrheit der Stimmrechte im Streubesitz.

Zusammenfassend halten Austrian Airlines fest, weder direkt noch indirekt eigene Aktien erworben zu haben, noch die Mehrheit der Lauda Air Aktien zu halten. Alle maßgeblichen gesetzlichen Vorschriften sind immer korrekt eingehalten worden.

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