Waneck: Kein Behandlungsbeitrag in Kassenambulatorien

Waneck und Sallmutter unterzeichnen Vereinbarung

Wien, 2000-12-22 (BMSG) - Heute unterzeichenten FP-Staatssekretär Univ. Prof. Dr. Reinhart Waneck und HV-Präsident Hans Sallmutter eine Vereinbarung, wonach unter anderem für den Bereich der Zahnambulatorien und Fachambulatorien der Krankenversicherungsträger ab 1. März 2001 kein Behandlungsbeitrag einzuheben sein wird. "Mit dieser Vereinbarung sind wir der Konsolidierung der Kassen einen Schritt näher gekommen", so Waneck. ****

Die Freistellung war möglich, da eine Gleichstellung der Kassenambulatorien mit Ordinationen im Verhandlungsweg erzielt werden konnte, so Waneck. Waneck zeigte sich erfreut darüber, daß im Bereich der Kassenambulatorien verpflichtend die freie Arztwahl eingeführt werden konnte. "In Zukunft gilt auch für Krankenkasssenambulatorien die freie Arztwahl", so Waneck.

Weiters wird im kommenden Jahr eine Wirtschaftlichkeitsüberprüfung mit dem gleichen Ziel wie sie schon in der Krankenhausfinanzierungsvereinbarung mit den Bundesländern (§15a) erzielt werden konnte, verpflichtend stattfinden. "Dies bedeutet die Umstrukturierung des Leistungsangebotes oder gegebenenfalls die Schließung mit Leistungsverlagerung bei nicht gegebener Wirtschaftlichkeit", so Waneck. Auch dies ist konform mit den Zielsetzungen des Gesundheitsstaatssekretariates, die auch im Krankenkassenbereich weg vom Kontrollsystem hin zur Gesundheitsprävention geht.

Neben der Freistellung der Kassenambulatorien vom Behandlungsbeitrag wurde weiters vereinbart, daß ein Medikamentenkostensenkungsprogramm verpflichtend bei allen Krankenkassen österreichweit eingeführt wird. Dies bringe statt der ursprunglich erwarteten Steigerung von 10,3 Prozent pro Jahr eine Absenkung auf ca. 6 Prozent bei den Medikamentenkosten. "Damit haben wir einen wertvollen Beitrag zur Sanierung der Kassen geleistet, ohne den Patienten durch Beitragserhöhungen oder sonstige Belastungen zu treffen", betonte Waneck. "Auch konnte eine Deckelung oder Leistungsreduktion vermieden werden."

Im Bereich der Senkung von Verwaltungskosten wurde vereinbart, daß ab 2003 flächendeckend eine EDV-Abrechnung zwischen den Vertragspartnern Hauptverband und Ärzteschaft umzusetzen ist.

Mit dieser Vereinbarung zeige sich, so Waneck, daß der Kurs der Bundesregierung - ohne Belastungen der Patienten Verwaltungseinsparungen zu erzielen - erfolgreich sei. "Mit gutem Willen auf beiden Seiten haben wir den österreichischen Patienten viel Geld erspart und gleichzeitig eine bessere Versorgung gesichert", schloß Waneck. (Schluß) mg nnn

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