Die Wahrheit über die Wurst

Sicherheitsniveau bei der Herstellung österreichischer Würste gewährleistet

Wien(PWK1109) Die österreichische Fleischwirtschaft unternimmt angesichts der BSE-Affäre alle Anstrengungen, die österreichischen Konsumenten zu informieren und Falschmeldungen zu entkräften. "Die Konsumenten können auch weiterhin darauf vertrauen, dass österreichische Wurstwaren sicher sind, erklären KR Franz Laus vom Fleischergewerbe und KR Ernest Pollak von der Fleischwarenindustrie.

Die breite internationale Berichterstattung über die BSE-Affäre hat dazu geführt, dass Meldungen ausländischer Zeitungen in den österreichischen Medien ohne Prüfung übernommen wurden, die jedoch für den österreichischen Markt nicht den wahren Tatsachen entsprechen. Deshalb sieht sich die österreichische Fleischwirtschaft veranlasst, missverständliche Interpretationen aufzuklären und Falschmeldungen richtig zu stellen:

- In österreichischen Würsten und Pasteten wurde Hirn und Rückenmark NICHT verwendet. Rinderhirn und Rückenmark wird überdies seit 1. Oktober aus Vorsichtsgründen direkt im Schlachthof entfernt und getrennt entsorgt. Diese Materialien kommen daher gar nicht in den Verkehr. Österreich unterscheidet sich ganz wesentlich von den Verhältnissen im Nachbarland Deutschland, wo es eine sogenannte "Hirnwurst" nach Deutschen Leitsätzen gibt.

- Der österreichische Konsument wird durch die ausdrückliche Kennzeichnung am Etikett genau über die Zutaten informiert, also ob sogenanntes Separatorenfleisch bei der Wurstherstellung verwendet wurde oder nicht. Unter Separatorenfleisch versteht man das am Knochen anhaftende Fleisch, welches unter Druck vom Knochen gelöst wird. Das so gewonnene Lebensmittel ist ohne Bedenken für den menschlichen Verzehr geeignet. Ist Seperatorenfleisch in der Wurst, muss es auch am Etikett angegeben sein. Die Bezeichnungen lauten:
"Separatorenfleisch", "maschinell abgelöstes Fleisch", "maschinell entknochtes Fleisch", "maschinell entbeintes Fleisch", "maschinell separiertes Fleisch". Diese Kennzeichnungsauflage wird von der österreichischen Lebensmittelaufsicht bereits seit Jahren auch direkt in den Betrieben sehr streng kontrolliert. Seit mehreren Jahren wurde der Einsatz von Seperatorenfleisch immer mehr reduziert. In diesen Fällen wird es von Schweineknochen abgelöst.

  • Ganz wichtig ist der Hinweis darauf, dass die sogenannten "Prionen" bei den BSE-Rindern nur in den "Risikomaterialien" gefunden wurden und Muskelfleisch nach übereinstimmender Meinung der Wissenschaftler
  • wie Milch - weiterhin als unbedenklich gilt.
  • Gesundheitsminister Haupt hat bekanntlich angeordnet, dass der Import von deutschem Rindfleisch verboten ist. Die österreichische Fleischwarenwirtschaft ging von sich aus noch einen bedeutenden Schritt weiter und gab eine freiwillige Verzichtserklärung ab: Sie verzichtet auf jeden Import von Rindfleisch aus welchem Land auch immer. Daher kann sich der österreichische Konsument darauf verlassen, dass in den Würsten ausschließlich Rindfleisch aus Österreich verarbeitet wird.
  • Der Konsument kann jederzeit über die Produktinformation (Zutatenliste, Verkaufspersonal) erfahren, ob in einer Wurst Rindfleisch enthalten ist oder nicht. So gibt es auch ein breites Angebot an Würsten aus Schweine- und Geflügelfleisch. (hv)

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Rückfragen & Kontakt:

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Tel: 0732/7104000
KR Ernest Pollak
Obmann des Verbandes der Fleischwarenindustrie
Tel: 0664/4320547

KR Franz Laus

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