Bittner: Notbremse bei Selbstbehalt in Kassenambulatorien

Die überhastet eingeführte Ambulanzgebühr entwickelt sich zu einem gesundheitspolitischen Waterloo

Wien (OTS) - Der Obmann der Wiener Gebietskrankenkasse Franz
Bittner begrüßt die Entscheidung der Koalitionsparteien die Ambulanzgebühr zumindest für den Bereich der Kassenambulatorien aufzuheben. "Der zuständige Minister Haupt agiert in dieser Sache mit viel Umsicht und Sachverstand" stellte Bittner fest. "Der nächste Schritt sollte die Aufhebung der Ambulanzgebühr in den Spitalsambulanzen sein. Damit könnte das größte gesundheitspolitische Desaster der letzten Jahrzehnte verhindert werden. Wie in den letzten Wochen bekannt wurde, kostet die Ambulanzgebühr die Kassen mehr als sie bringt, führt zu teuren Doppelgleisigkeiten im Gesundheitswesen und benachteiligt ältere Menschen, chronisch Kranke und kinderreiche Familien."

Haupt zieht Notbremse

"Die von Staatssekretär Waneck betriebene Husch-Pfusch-Aktion der Ambulanzgebühr wächst sich zu einem veritablen Desaster aus. Haupt macht in dieser Situation das Richtige, wenn er nun die Notbremse zieht" stellte Bittner fest. Der nächste Schritt sollte die gesamte Aufhebung der Ambulanzgebühr - auch in den Spitalsambulanzen - sein. Bittner: "Die Ambulanzgebühr ist erwiesener Maßen ökonomisch unsinnig und sozial- wie gesundheitspolitisch bedenklich." Allein der WGKK kostet die Ambulanzgebühr voraussichtlich 100 Millionen Schilling mehr als sie an Einnahmen bringt. Das ursprüngliche Ziel der Ambulanzgebühr, nämlich einen Beitrag zur Kassensanierung zu leisten, wird damit deutlich verfehlt.

Etappensieg für Unterschriftenaktion gegen Ambulanzgebühr

Die teilweise Aufhebung der Ambulanzgebühr ist nicht zuletzt auch ein Erfolg der Unterschriftenaktionen der einzelnen Sozialversicherungsträger und Betriebsräte, die bis Heute zusammen fast eine halbe Million Unterstützer gefunden haben. Der Betriebsrat der WGKK hat bereits mehr als 50.000 Unterschriften von besorgten Patienten gegen die Ambulanzgebühr gesammelt.

750.000 Wiener Ambulatoriumspatienten müssen nun keine Angst mehr haben

In Wien werden sich 750.000 vor allem ältere und sozial schwache Ambulatoriumspatienten darüber freuen, daß sie auch in Zukunft die Ärzte ihres Vertrauens ohne Eintrittsgebühr aufsuchen können.

Politmobbing gegen den Hauptverband

"Die jüngsten Aussagen des Kärntner Landeshauptmannes zum Hauptverband der Sozialversicherungsträger zeigen, daß er keine konstruktive Vision von der Zukunft der Sozialversicherung hat, sondern nur parteipolitisch motivierte Totmacherparolen ausgibt. Ich ersuche den Herrn Landeshauptmann, sachliche Kritik an unserer Sozialversicherung zu üben und auf gehässiges Politmobbing zu verzichten" schloss Bittner.

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