Moser fordert Importverbot für deutsche Wurst

Wurstrezepturen dürfen nicht länger ein Staatsgeheimnis bleiben - Genaue Kennzeichnung ist ein dringend nötig

Wien (OTS) Das Importverbot für Rindfleisch alleine ist zuwenig. Gefährlicher als Fleisch sind diverse Wurstsorten, da die Verarbeitung von Separatorenfleisch und Innereien weit verbreitet ist. Die aktuellen BSE-Fälle in Deutschland weisen auf massive Gefährdungen durch Tierfutter und Wurstsorten hin. Deshalb fordert die KonsumentInnensprecherin der Grünen, Gabriela Moser, ein sofortiges Importverbot für deutsche Wurst und eine Kontrolloffensive bei ausländischen Wurstkonserven. "Minister Haupt muß auch bei Wurst strenge Maßstäbe anwenden, da ein Rindfleischimportverbot alleine nur die Spitze des Eisbergs erfaßt!" Wesentlich für die Sicherheit der KonsumentInnen ist eine flächendeckende Kontrolloffensive bei allen Produkten, die potentielle Überträger von BSE sein können.

Außerdem müsse es angesichts der BSE-Seuche endlich zu einer Generalreform und -offensive der Kennzeichnung und Kontrolle im Futtermittel- und Lebensmittelbereich kommen. Bei Futtermitteln, besonders den Milchaustauschprodukten für Kälber müssen die Fette (tierisch oder pflanzliche) klar deklariert sein. Kontrollen haben flächendeckend zu erfolgen. Im Lebensmittelbereich muß endlich "Licht ins Dunkel" der Inhaltsstoffe kommen. Gerade Wurstrezepturen dürfen kein Staatsgeheimnis bleiben. Auch Streichwürste müssen auf der Hülle, die zwar gesetzlich nicht als Verpackung gilt, ihre Inhaltsstoffe samt Herkunft deklarieren. Weiters muß dem Separatorenfleisch der Garaus gemacht werden, das sich im Brät zahlreicher Würste, Pasteten und Sulzen findet. "Angesichts der BSE-Krise muß es zu einem Quantensprung in der Lebensmittelqualität, -Kennzeichnung und -Kontrolle kommen," fordert Moser .

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