"Christ in der Zeit" am 25. und 26. Dezember im ORF

Wien (OTS) - P. Ulrich Zankanella von den Wiener Franziskanern ist der "Christ in der Zeit"-Sprecher der beiden Weihnachtsfeiertage; am Montag, dem 25. Dezember, und Dienstag, dem 26. Dezember 2000, um 18.50 bzw. 18.25 Uhr in ORF 2. Zankanella ist für das Engagement der Franziskaner in Mittel- und Osteuropa zuständig. Seine wichtigsten Projekte laufen derzeit im Kosovo. Zu den Hilfsmaßnahmen vieler Organisationen fügen die Franziskaner einen wichtigen Baustein hinzu:
Sie leisten Versöhnungsarbeit. Denn das Problem hinter Krieg, Not, und Gewalt ist der Hass zwischen den Volksgruppen. Wird die Vergiftung der Menschen durch Hass nicht bearbeitet, dann reichen Generationen nicht aus, um ein Klima der Menschenfreundlichkeit wieder herzustellen.

Warum wir Weihnachten feiern:
Was im Kosovo brutal und blutig manifest worden ist, gibt es in unserer Gesellschaft nicht weniger, wenn auch in zivilisierteren Formen. Deshalb verliert P. Zankanella kein Wort über irgendein Krisengebiet. Weihnachten ist die Antwort auf die Krise in jedem von uns.
Jesus, sagt Zankanella am Montag, dem 25. Dezember, "führt die Religion dorthin, wo sie hingehört: nicht in die Bücher, sondern in den Raum der Sehnsucht, der zwischen Gott und dem Menschen, aber auch zwischen den einzelnen Menschen ist. Jesus zeigt: Gott ist gut und gütig. Er liebt den Menschen. Und diese Güte und Liebeskraft, die sich auch im Verzeihen zeigt, kann auch in einem Menschen wohnen. Darum feiern wir Weihnachten - und feiern es alle Jahre wieder. Wir Menschen brauchen die Erinnerung, dass wir trotz aller Gemeinheit in der Welt auch gut sein können. Gut und arglos wie ein Kind. Gütig wie der Gott, den das Kind in der Krippe verkündet: vergebend, heilend und beglückend. Genau das ist die Botschaft von Weihnachten: Gott ist vergebend, heilend und beglückend. Und Du, Mensch, kannst es auch sein."

Das Fest des Stephanus:
Da scheint es umso merkwürdiger, dass gleich nach dem Christtag, am 26. Dezember, das Fest des Stephanus, des ersten Märtyrers gefeiert wird. Zankanella spricht von den zwei Gesichtern des Menschen: "Jesus hat den Menschen neu zum Guten fähig gemacht. Das erinnert daran, dass der Mensch auch gut sein kann. Aber das andere Gesicht, das Gesicht der Gewalt, der Gemeinheit, ist damit nicht aus der Welt geschafft." Stephanus wurde gesteinigt. Aber es gibt subtilere Formen der Verletzung und Tötung: "Mancher Mensch geht unter den Worten seiner Mitmenschen zu Boden."

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