ORF-"Kunst-Stücke" zeigen Herbert Brödls "Bad Boy" am Donnerstag, dem 28. Dezember

Wien (OTS) - Einen cineastischen Run ins Millennium zeigen die "Kunst-Stücke" vor dem Jahreswechsel in einer Spezialausgabe: Andrea Schurian präsentiert am Donnerstag, dem 28. Dezember 2000, um 23.30 Uhr in ORF 1 die neueste Produktion des äquator-reisenden Filmpoeten Herbert Brödl: "Bad Boy": Poetisches vom Äquator: Herbert Brödls cineastischer Silvesterlauf. Silvester 1999: Jo rennt - irgendwo im hintersten Hinterland Amazoniens. Was ihn antreibt, ist der Erlös der Kirchenkollekte in seinen Händen - und Dorfsheriff Rui, der ihm dicht auf den Fersen ist. Zur selben Zeit, in Brasiliens Megacity São Paulo: Tausende Athleten rennen dem neuen Jahr entgegen. Ein Jahr später werden viele von ihnen ins neue Jahrtausend sprinten. Ein kleiner Ganove gibt Fersengeld und macht sich so - ohne es noch selbst zu ahnen - fit fürs Millennium.

ORF-Koproduktion "Bad Bay":
Die ORF-Koproduktion "Bad Boy" erzählt die Geschichte eines überaus flinken Strafgefangenen, der laufen muss, obwohl er eigentlich sitzen sollte. Zuerst fängt der Sheriff den jungen Kriminellen, dann gebraucht er ihn, um eigene geplatzte Träume doch noch wahr werden zu lassen: Er will im folgenden Jahr am großen Silvesterlauf zur Jahrtausendwende teilnehmen - und wenn schon nicht als Athlet, dann doch als Trainer von Jo. So wird der Häscher zum Coach - und zwei Rivalen allmählich zu Verbündeten, die nicht nur durch Handschellen aneinander gekettet sind. "Bad Boy" ist der neueste Film des österreichischen Regisseurs Herbert Brödl, der "Kunst-Stücke"-Sehern kein Unbekannter ist. Zuletzt war sein Film "Früchtchen" zu sehen. Wie schon mehrfach zuvor, führt Brödl wieder an den Äquator. Brödls Filme sind ethnografische Erkundungen ebenso wie großes Gefühlskino. Märchenhaft-Poetisches gewinnt durch Fakten an Kontur. In "Bad Boy" wuchern Mythen mitten im Großstadt-Dschungel und die Realität bricht ins dörfliche Nest ein. Der Film schildert Korruption, Gewalt und Gesetzlosigkeit in Brasilien, ohne in Dritte-Welt-Betroffenheitskino abzugleiten. Nie verliert der Regisseur seinen leisen Humor, den er auch seinen Darstellern - ausschließlich Laien - stets zu vermitteln weiß.

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