Schwarzböck: Höhere Erzeugerpreise für Eier aus Alternativproduktion

Höhere Produktionskosten durch Futterpreissteigerungen

Wien, 22. Dezember 2000 (AIZ). - Die Produktionskosten bei Eiern haben sich auf Grund der Futterpreissteigerungen bei Soja beziehungsweise durch den Tiermehlersatz in den vergangenen Wochen um circa 7 % erhöht. Die Tendenz ist weiter steigend. "Alleine diese Produktionsverteuerung macht eine Erhöhung der Erzeugerpreise bei Eiern dringend notwendig. Trotz dieser Verteuerung können Bauern aus der Produktion von Eiern aus Bodenhaltung seit Mitte September deutlich weniger an Preis erzielen als im Vorjahr, und auch in der Freilandhaltung kann das ohnehin niedrige Preisniveau von 1999 nicht erreicht werden. Einzig in der Batteriehaltung ist es gelungen, leichte Preissteigerungen durchzusetzen. Aus der Sicht der bäuerlichen Interessenvertretung ist es daher unumgänglich, dass rasch auch die Erzeugerpreise für Eier aus Boden- und Freilandhaltung angehoben werden", forderte heute der Vorsitzende der Präsidentenkonferenz der Landwirtschaftskammern, Rudolf Schwarzböck. ****

Nach dem Tiermehl-Verfütterungsverbot auch an Hühner und Schweine muss Österreich ab Jänner 2001 zusätzlich 50.000 t bis 100.000 t Soja aus Übersee importieren. Bereits jetzt ist der Sojapreis um 20 bis 25 % gestiegen. Und auch der Preis für die notwendigen synthetischen Aminosäuren in der Geflügel- und Schweinemast hat sich verdoppelt. Demgegenüber sind die Preise für Eier aus der Boden- und Freilandhaltung im Laufe des zu Ende gehenden Jahres deutlich gesunken und haben trotz eines leichten Anstiegs im September bis heute nicht den vom Jänner-Wert erreicht.

"Die Konsumenten schätzen die hohe Qualität der Eier aus Boden- und Freilandhaltung. Es ist daher nicht einzusehen, warum die österreichischen Bauern, die auf Grund zusätzlicher Anforderungen bei der Produktion höhere Kosten tragen müssen, diese nicht mit einem angemessenen Erzeugerpreis abgegolten bekommen", so Schwarzböck.
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