Stoisits: 500 Menschen verbringen Weihnachten in Schubhaft Grüne fordern Freilassung von AsylwerberInnen, Minderjährigen und Familienangehörigen

Wien (OTS) "Rund 500 Menschen werden heuer in Österreich Weihnachten in Schubhaft verbringen müssen. Viele von ihnen haben sich nichts zuschulden kommen lassen, außer daß sie bei uns Schutz vor Folter, Verfolgung und Unterdrückung gesucht haben. Trotz jahrelanger Appelle der Menschenrechts-NGOs, des UNHCR und der Grünen sind noch immer nicht wenige der Schubhäftlinge Kinder und Minderjährige, für die es sehr traurige Weihnachten werden", kritisiert die Justizsprecherin der Grünen, Terezija Stoisits, die Schubhaftpolitik des Innenministers.

"Es ist beschämend, daß den Behörden nichts besseres einfällt, als erschöpfte Flüchtlinge in Schubhaft zu sperren. Und es ist ebenso beschämend, daß vor Krieg und Gewalt geflüchtete Familien durch Schubhaft auseinander gerissen werden und AslywerberInnen das Ende ihres Verfahrens in Schubhaft abwarten müssen", kritisiert Stoisits weiter.

Die Grünen fordern daher die sofortige Freilassung aller Minderjährigen, AsylwerberInnen und aller Personen, die Angehörige in Österreich haben, weiters die Aufnahme aller Flüchtlinge und AsylwerberInnen in die Bundesbetreuung, damit auch diese Menschen ein friedvolles Weihnachtsfest feiern können.

"Ich kann mir nicht vorstellen, daß die Verantwortlichen in der Verwaltung die Weihnachten in Ruhe feiern können, wenn sie zugleich wissen, daß 500 Menschen in Schubgefängnissen sitzen, ohne etwas angestellt zu haben - nur weil sie Ausländer sind", appelliert Stoisits an Innenminister Strasser.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (01) 40110-6697
http://www.gruene.at
eMail: pressebuero@gruene.at

Pressebüro der Grünen im Parlament

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB/FMB