30 Jahre Österreichischer Fernschulverband

Der Österreichische Fernschulverband wurde am 22. Dezember 1970 durch Ausstellung des Nichtuntersagungsbescheides der Bundespolizeidirektion, Vereinsangelegenheiten, wirksam

Wien (OTS) - Als der Österreichische Fernschulverband 1970 gegründet wurde, befand sich das Fernschulwesen in Österreich beinahe im Kriegszustand. Schülerwerbung durch unlautere Provisionsvertreter in Verbindung mit schwer kündbaren Verträgen stellten den Konsumentenschutz vor fast unlösbare Probleme - noch schlimmer war aber der schlechte Ruf, den dem Fernschulwesen damit anhaftete und zahlreiche Bildungsinteressierte davon abhielt, diesen zweifellos guten und in vielen anderen Bereichen Europas höchst angesehenen und vor allem erfolgreichen Weg einzuschlagen.

So sah der Österreichische Fernschulverband (er gab sich damals den bezeichnenden Untertitel "Arbeitskreis korrektes Bildungswesen") seine Hauptaufgabe darin, den Misswuchs zu bekämpfen und das Vertrauen der Bevölkerung wieder herzustellen. Und das scheint im Rückblick tatsächlich gelungen zu sein. Wenn es heute noch Klagen von Fernschülern gibt, dann betreffen diese weniger unlautere Geschäftsmethoden als zumeist die Bewältigung des Lernstoffs, der natürlich ohne die - moralisch oft so wichtige - Klassengemeinschaft mitunter spröde wirkt.

So ist das Hauptziel des Verbandes heute die Bündelung aller Kräfte zur Erforschung der Möglichkeiten des E-Mail und vor allem des Internet zur Erleichterung der Lernsituation der "Einzelkämpfer" zu Hause oder am Arbeitsplatz.

Sein 30-jähriges Bestehen verbindet der Österreichische Fernschulverband mit einer Bitte an die Behörden: Wenn ein Fernschüler regelmäßig Aufgaben einsendet und vor allem seine -zumeist ja staatlichen - Prüfungen besteht, dann möge er doch den Direktschülern gleichgestellt werden, vor allem in Bezug auf die Familienbeihilfe und die Mitversicherung. In vielen europäischen Staaten ist das bereits der Fall; dort steht man offensichtlich auf dem zeitgemäßen Standpunkt, dass nicht der Ort der Leistung, sondern nur die Leistung selbst für die Schüler- oder Studenteneigenschaft maßgebend ist.

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