Typische Silvester-Verletzungen

Wien (OTS) - Wieder steht ein Jahreswechsel vor der Tür. Wieder werden zu Silvester Raketen abgeschossen, Knallkörper gezündet und Sektflaschen geöffnet. Wieder werden sich Menschen damit verletzen. "Jedes Jahr kümmern sich die Helfer des Roten Kreuzes zu Silvester um Menschen mit Verbrennungen, Schalltraumen oder Augenverletzungen. Mit der gebotenen Vorsicht und mit der Einhaltung von Sicherheitsbestimmungen wären viele dieser Silvester-Unfälle vermeidbar", sagt Dr.Heinz Peter Slatin vom Österreichischen Roten Kreuz.

Knallkörper können Trommelfellverletzungen hervorrufen. "In etwa acht Metern Abstand verursachen Knallkörper immer noch ein Explosionsgeräusch, das stärker ist, als das eines startenden Düsenflugzeugs", sagt Slatin. In unmittelbar Nähe eines Menschen gezündete Knallkörper können noch um einiges lauter sein und bis zu 170 Dezibel erreichen. Slatin: "Das ist gesundheitsschädlich!"

Zum eigenen Schutz und zum Schutz von anderen sollten daher unbedingt die Sicherheitsbestimmungen eingehalten werden. Knallkörper und Feuerwerk sind kein Spaß für die Wohnung, sondern sollten unbedingt im Freien gezündet werden. "Verbrennungen durch Feuerwerksraketen sind ebenfalls typische Silvesterverletzungen. Auch hier gilt: Halten Sie die Sicherheitsbestimmungen ein. Raketen werden nicht aus der Hand abgeschossen, sondern von stabilen Abschussrampen. Achten Sie auch besonders darauf, dass Kinder keine Feuerwerkskörper zünden, die nicht in ihre Hände gehören", so Slatin.

Immer wieder passieren auch Verletzungen der Augen. So kurios es klingen mag, es passiert leider immer wieder: Herumfliegende Sektkorken können im wahrsten Sinne des Wortes ins Auge gehen. "Trifft ein Sektkorken, der aus einer Flasche herausschießt, direkt auf ein Auge, kann dies böse Folgen. Eine Prellung des Auges kann die Netzhaut oder die Linse schädigen", sagt Slatin.

Niemand wird etwas gegen ein Feuerwerk sagen. Beachten Sie aber unbedingt die Sicherheitsbestimmungen. Denken Sie auch daran, dass Knallkörper und explodierende Feuerwerkskörper für ältere oder kranke Menschen eine Belastung seien können. In der Nähe von Kirchen, Kinder- oder Altersheimen und Krankenhäusern dürfen Raketen laut Pyrotechnikgesetz ohnehin nicht verwendet werden. Es drohen Strafen bis zu 300.000 Schilling. "Ein gutes neues Jahr sollte mit Vergnügen und Freude beginnen - und nicht mit Verletzungen", schließt Slatin.

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