WIGAST verkauft Wienerwald an deutsche Investorengruppe

Zusammenführung von Verkehrsbüro und Wigast 2001 realistisch

Wien (OTS) - In großen Schritten - zwei bis drei Jahre früher als ursprünglich geplant - naht die Zusammenführung der Verkehrsbüro AG und der Wigast Gruppe. "Durch den Verkauf von Wienerwald Deutschland und Wienerwald Österreich ist dieses Ziel bereits im kommenden Jahr realistisch", stellt Verkehrsbüro-Generaldirektor und Wigast-Geschäftsführer Rudolf Tucek fest. Sämtliche Beschlüsse wurden einstimmig und unter großer Zustimmung der Arbeitnehmervertreter gefaßt.

In diesen Tagen bereits beziehen beide Unternehmen die neue Konzernzentrale in der Dresdner Straße 81-85, 1200 Wien.

"Es ist uns gelungen, in exakt eineinhalb Jahren die gesamte Wigast zu restrukturieren und auch die ursprünglich angeschlagene Wienerwald-Gruppe wieder mit ausreichender Liquidität und Zukunftsphantasie auszustatten. In den vergangenen Monaten herrschte bei potentiellen Investoren reges Interesse. Die deutsche Investorengruppe Altacon erhielt dieser Tage den Zuschlag und will das Potential beider Unternehmen für die Zukunft nutzen", führt Tucek aus.

Die Wigast-Geschäftsführung hat daher den Verkauf beider Wienerwald-Töchter mit Wirkung von 1. Jänner 2001 beschlossen. Die Zukunft beider Unternehmen, der Erhalt der Marke "Wienerwald" und die mehr als 1.200 Arbeitsplätze sind damit nachhaltig gesichert.

Seit der Managementübernahme der Wigast durch die Österreichische Verkehrsbüro AG im Juli 1999 sind folgende Schritte für die Zukunftssicherung von Wienerwald gesetzt worden:

  • Rückbesinnung auf die Kernkompetenz "Hendl"
  • Markenrelaunch
  • Ausbau des Direktvertriebes "Home delivery" und "Wienerwald Express"
  • Aufbau des zukunftsträchtigen Betriebstyps "Wings" für Wienerwaldprodukte

"Als wesentlichen Baustein für die Zukunftsabsicherung benötigen Wienerwald Deutschland und Wienerwald Österreich aber noch offensive Investitionen in der Größenordnung von ATS 100 bis 150 Mio.", erklärt Tucek. Aus strategischer Sicht erscheine es nicht sinnvoll, dass die Wigast Gruppe diese Mittel und die für die Umsetzung notwendige Managementenergie zur Verfügung stelle.

Wienerwald Österreich erwartet mit 565 Beschäftigten für das Jahr 2000 einen Umsatz von ATS 346 Mio. und ein Bilanzergebnis von ATS 25 Mio. Wienerwald Deutschland wird heuer mit 707 Beschäftigten einen Umsatz von DM 80,6 Mio. und ein Bilanzergebnis von DM 5,3 Mio. erzielen.

"Mit dem Verkauf von Wienerwald kann das primäre Ziel - nämlich die Heranführung der Wigast Gruppe an das Österreichische Verkehrsbüro - um zwei bis drei Jahre früher als ursprünglich geplant realisiert werden." sagt Tucek. Wie immer betont, sei die zu 100 % im Eigentum der Bank Austria stehende Wigast als 4. Säule für den Verkehrsbüro Konzern zu sehen. Das gelte insbesondere für die Geschäftsfelder der CMS, Gustana und das Cateringgeschäft als Synergiepotential für die Hotellerie. Die anderen Wigastbetriebe, wie etwa der Donauturm, das Café Schwarzenberg oder der Rathauskeller stellen hervorragende Partner für das Incominggeschäft dar.

Sämtliche Beschlüsse, die für diese erfolgreiche Transaktion nötig waren, wurden in allen damit befaßten Aufsichtsräten der Wigast Gruppe einstimmig und unter großer Zustimmung der Arbeitnehmervertreter gefaßt.

Margit Scheller, Zentralbetriebsrat Wigast: "Ein seit Jahren vorgetragenes Anliegen der Wigast Betriebsräte geht in Erfüllung. Insbesondere freuen wir uns auch für die Kollegen der Wienerwald Gruppe, die nach mühsamen Jahren der Restrukturierung wieder mit Hoffnung in die Zukunft blicken können."

Ebensolche Zustimmung findet die Transaktion beim Zentralbetriebsrat von Wienerwald Österreich Gottfried Höllersberger:
"Es schmerzt zwar ein wenig, nicht mehr Teil der Wigast zu sein, jedoch verstehen wir den Strategieansatz. Die Übergabe der Wienerwald Gruppe ist aber so strukturiert, dass wir gestärkt wie schon lange nicht mehr in das Jahr 2001 blicken können!"

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