Bundesobmann des Österreichischen Seniorenbundes - Stefan Knafl: Gedanken zum Jahreswechsel

Wien (OTS) - Der Österreichische Seniorenbund (ÖSB) hat auch im abgelaufenen Jahr sehr viel erreicht. So wurde auf maßgebliche Initiative des ÖSB der Österreichische Seniorenrat, der Dachverband der österreichischen Seniorenorganisationen, zum 5. Sozialpartner! Dieser ist laut Gesetz in Angelegenheiten, welche die Interessen der österreichischen Senioren berühren können, den gesetzlichen Interessensvertretungen der Dienstnehmer, der Wirtschaftstreibenden und der Landwirte gleichgestellt. Es wird allerdings notwendig sein, diese Gesetzesänderung auch in die Praxis umzusetzen, wobei sich bisher gezeigt hat, daß bei den übrigen Interessensvertretern nicht sehr viel Freude darüber vorhanden ist, der immer größer werdenden Gruppe der Senioren den Stellenwert einzuräumen, der ihnen in Wahrheit zusteht.

Die ältere Generation ist selbstverständlich im Sinne der Generationensolidarität bereit ihren Beitrag zur Sicherung der Pensionen zu leisten. Im Zuge der Pensionsreform kam es auch zu einer Änderung der Berechnung der jährlichen Pensionsanpassung, insbesondere kam es zu einer Beseitigung der sogenannten Bandbreite. Nunmehr werden die Pensionen ausschließlich nach dem Prinzip der "Nettoanpasssung" (Mittelwert ohne Bandbreite) erfolgen. In Jahren, in denen dadurch die Inflationsrate unterschritten wird, werden zum Ausgleich Einmalzahlungen geleistet.

Der ÖSB fühlt sich einer Interessenpolitik nicht nur den Senioren von heute, sondern auch denen von morgen verpflichtet. Der ÖSB bejaht daher grundsätzlich die Notwendigkeit einer umfassenden Reform zur Sanierung des Staatshaushaltes, zu der alle Bevölkerungsgruppen, auch die Pensionisten, ihren Beitrag zu leisten haben, allerdings unter Wahrung des Gleichheitsgrundsatzes. Es darf nicht zu einer Ungleichbehandlung zwischen Aktiven und Pensionisten kommen, wie dies jetzt bei der Regelung der Absetzbeträge geschehen ist. Daher werden wir diese Bestimmung auch beim Verfassungsgerichthof anfechten!

Wir geben uns mit dem Erreichtem nicht zufrieden, sondern wir werden uns auch im Jahr 2001 aktiv für die Anliegen der älteren Generation einsetzen. In diesem Sinne danke ich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Österreichischen Seniorenbundes für die im abgelaufenen Jahr so erfolgreich geleistete Arbeit und wünsche ihnen und ihren Angehörigen sowie allen Seniorinnen und Senioren ein schönes Weihnachtsfest und ein glückliches Neues Jahr.

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