Pensionsversicherungsanstalt der Arbeiter - Generalversammlung beschließt Rechnungsabschluss 1999

Trotz niedrigem Ausgangsniveau konnte Verwaltungsaufwand ein weiteres Mal gesenkt werden

Wien (OTS) - Bei der am 14.12.2000 unter dem Vorsitz von Obmann Josef Tumberger abgehaltenen Generalversammlung der Pensionsversicherungsanstalt der Arbeiter konnten mit AK-Präsident Mag. Herbert Tumpel und HVB-Vizepräsident Dr. Manfred Gründler hochrangige Vertreter der Sozialpartnerschaft als Gäste begrüßt werden.

Während Präsident Tumpel in seinem Referat die Forderung der Arbeiterkammer, durch gesetzliche Maßnahmen die Gewährleistung einer hohen Beschäftigungsquote auch bei älteren Arbeitnehmern als wesentliche Voraussetzung für die Aufrechterhaltung der Finanzierbarkeit der Sozialversicherung unterstrich, betonte Vizepräsident Gründler in seiner Wortmeldung die seiner Auffassung nach durch die PVArb-Verwaltungskennzahlen eindrucksvoll belegte Konkurrenzfunktion der derzeitigen Trägervielfalt gegenüber der aktuellen Zusammenlegungsdiskussion.

Die wesentlichsten Tagesordnungspunkte betrafen die Beschlussfassung über den Rechnungsabschluss 1999 sowie des Voranschlages für das Jahr 2001 mit einem Gesamtpräliminare von 139,4 Mrd. Schilling.

In seinen Ausführungen zum Rechnungsabschluss 1999 setzte sich Generaldirektor HR Ferdinand Ehrenstein schwerpunktmäßig mit einer anstaltseigenen Studie zur Abgeltung der von der Pensionsversicherung für Ersatzzeiten erbrachten Leistungen auseinander. Diese zeige, dass bei Schließung der derzeitigen Finanzierungslücke bei den Ersatzzeiten die Deckung der von der PVArb erbrachten Leistungen durch (direkte oder indirekte) Beitragseinnahmen auf über 90% gesteigert werden könnte. Dies würde im Sinne einer Kostenwahrheit auch die unter dem Titel Ausfallhaftung des Bundes erbrachten Beträge entsprechend sinken lassen.

Zu dem nach übereinstimmender Auffassung von Rechnungshof, Ministerium und Hauptverband sich nunmehr als einzig schlüssige Vergleichskennzahl durchsetzenden "bereinigten (eigenen) Verwaltungsaufwand" konnte GD Ehrenstein eine Längsschnittbetrachtung ab Beginn der Wirksamkeit der Kostendeckelungen in der Pensionsversicherung präsentieren, die im Vergleich des durchschnittlichen Aufwandes aller Träger (also einschließlich PVArb) zu den Zahlen der PVArb allein der Anstalt ein bei wesentlich niedrigerem Ausgangsniveau (1995:1,70% zu 1,40%) ein kontinuierliches weiteres Absinken attestiert (zuletzt 1999 auf 1,15%), demgegenüber in der gesamten PV der Wert in den letzten zwei Jahren (1,46%) nicht mehr reduziert werden konnte.

Dieses Ergebnis finde eine weitere Bestätigung im Ergebnis einer rechnerischen Umlegung des Verwaltungsaufwandes auf die einzelne vom PV-Träger auszuzahlende Pension, das zeige, dass die nominellen Kosten in einem Zeitraum von 10 Jahren trotz beinahe jährlicher Lohn-und Gehaltsabschlüsse sowie umfangreicher Sachinvestitionen sich bei der Anstalt nicht erhöht hätten, während sie bei den anderen PV-Trägern zwischen 9 und 22% gestiegen sind.

Was die aufwandsdämpfenden Maßnahmen der im Jahr 2000 beschlossenen gesetzlichen Änderungen betreffe, würden sich diese nach den Berechnungen der PVArb beim Voranschlag 2001 mit folgenden Beträgen auswirken:

- bei der Witwen(Witwer)pension mit 34 Mio. Schilling

- beim Anfallsalter und nicht vollständig kompensierten Wegfall der vorzeitigen Alterspension wegen geminderter Arbeitsfähigkeit mit 1.353 Mio. Schilling

- bei der Abschlagsregelung mit 37 Mio. Schilling und

- bei der Pensionsanpassung mit 27 Mio. Schilling.

Angesichts des großen, von den zuständigen internen und externen Stellen bereits genehmigten Investitionsvolumens für die nächsten Jahre, allen voran der zur Bedeckung eines dringenden Bedarfes nach zusätzlichen Betten auf dem Gebiet der Neurorehabilitation notwendige Um- und Neubau der SKA Gröbming sowie die umfassende bauliche Umgestaltung der SKA Felbring habe sich laut Ehrenstein damit ein weiteres Mal die seit Jahren erfolgreich praktizierte Linie der Anstalt, bei den Ansuchen um Genehmigung notwendiger Bauvorhaben auf die durch Automationsunterstützung und sparsamen Mitteleinsatz für den Bund realisierten Einsparungserfolge hinweisen zu können, bewährt.

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