"Das Beste zur schönsten Zeit": Das ORF-Kulturprogramm zu Weihnachten

Wien (OTS) - Weihnachten in Wien ist ohne Placido Domingo kaum
mehr vorstellbar. Und so lädt der spanische Opernstar auch in diesem Jahr prominente Gäste aus der Musikwelt nach Wien ein, um gemeinsam mit ihm die beliebtesten Weihnachtslieder zu singen - in "Christmas in Vienna". Eine "Matinee am Feiertag" steht am 26. Dezember 2000 auf dem ORF-Kulturprogramm: "Schätze der Welt - Erbe der Menschheit" gibt einen Eindruck von der Architektur der Kathedrale von Chartres. Danach zeigt der ORF das von der französischen Presse hymnisch gelobte Konzert "Cecilia Bartoli singt Vivaldi" der italienische Mezzosopranistin, das im September im Pariser Théâtre des Champs-Elysées stattgefunden hat. Es folgt ein Querschnitt der Oper "Roberto Devereux" von Gaetano Donizetti aus der Wiener Staatsoper. Der Film "7.000 Jahre persische Kunst" beschließt die "Matinee am Feiertag". Opernführer Marcel Prawy ist "Auf den Spuren von Lehárs 'Zarewitsch'". Kein Jahreswechsel ohne das "Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker": Am 1. Jänner kommt der traditionelle Neujahrsgruß aus dem Goldenen Saal des Wiener Musikvereins erstmals unter der musikalischen Leitung von Nikolaus Harnouncourt. Der Pausenfilm steht diesmal ganz im Zeichen von Bewegung und Tanz:
"Lanners Traumtänze" nennt Choreograf Jochen Ulrich seinen Ballettfilm. Eine Aufzeichnung eines alternativen Neujahrskonzerts vom 1. Jänner 2000 zeigt der ORF mit "All that Strauss".

"Christmas in Vienna" am Montag, dem 25. Dezember, um 21.50 Uhr in ORF 2: Weihnachten in Wien sind schon seit Jahren ohne Placido Domingo kaum mehr vorstellbar. Alljährlich vor dem Heiligen Abend lädt der spanische Opernstar prominente Gäste aus der Musikwelt nach Wien ein, um gemeinsam mit ihm die beliebtesten Weihnachtslieder zu singen. Heuer präsentiert Placido Domingo bei "Christmas in Vienna" das englische Wunderkind Charlotte Church, den amerikanischen Balladensänger Tony Bennett und die US-Chansonette Vanessa Williams. Begleitet werden sie von den Wiener Symphonikern und den Gumpoldskirchner Spatzen. Es dirigiert Steven Mercurio. Der ORF überträgt in Koproduktion mit Sony Classics aus dem ausverkauften Wiener Konzerthaus, als einzige Fernsehstation noch in diesem Jahr, am ersten Weihnachtsfeiertag.

Schwerpunkt: Matinee am Feiertag: "Schätze der Welt - Erbe der Menschheit" am Dienstag, dem 26. Dezember, um 9.05 Uhr in ORF 2: Nur ein Gewand der Muttergottes blieb von den Feuersbrünsten verschont, die fünf Kirchen verwüsteten, die an der Stelle standen, an der die Kathedrale von Chartres gebaut wurde. Darum wurde die prächtige Kirche, eines der schönsten Baudenkmäler der französischen Gotik, auch "Notre Dame" geweiht. Der Film gibt einen Eindruck von den einmalig schönen Fenstern und der himmelstrebenden Architektur dieser sehenswerten Kathedrale.

"Cecilia Bartoli singt Vivaldi" am Dienstag, dem 26. Dezember, um 9.20 Uhr in ORF 2: Am Stephanitag zeigt der ORF ein von der französischen Presse hymnisch gelobtes Konzert der Mezzosopranistin Cecilia Bartoli, das im September im Pariser Théâtre des Champs-Elysées stattgefunden hat. Begleitet vom Barockensemble Il Giardino Armonico unter Giovanni Antonini, interpretierte Bartoli Arien von Antonio Vivaldi.

"Roberto Devereux" am Dienstag, dem 26. Dezember, um 10.15 Uhr in ORF 2: Das mitreißende Musikdrama über die "Jungfrau auf dem Thron" Elisabeth I. von England: "Roberto Devereux" von Gaetano Donizetti ist im Dezember das erste Mal an der Wiener Staatsoper zu sehen, in glänzender Besetzung: Edita Gruberova, die Grande Dame der Wiener Staatsoper, singt Elisabeth I. und Ramón Vargas Roberto Devereux. Ein Querschnitt des Werks, das lange als Geheimtipp galt, ist am Stephanitag in der Matinee in ORF 2 zu sehen.

"7.000 Jahre persische Kunst" am Dienstag, dem 26. Dezember, um 11.30 Uhr in ORF 2: Die Ausstellung "7.000 Jahre persische Kunst" präsentiert von Ende November an im Kunsthistorischen Museum in Wien Meisterwerke aus dem Iranischen Nationalmuseum in Teheran. Es ist das erste Mal seit der iranischen Revolution von 1979, dass das Iranische Nationalmuseum Exponate ins Ausland transferiert. Der ORF zeigt aus diesem Anlass am Stephanitag die berühmten historischen Stätten und Kulturdenkmäler des alten persischen Reiches: prähistorische Keramik, prunkvolle Gold- und Silbergefäße der achämenidischen Großkönige sowie eine bislang noch nie gezeigte Auswahl von Skulptur, Keramik und Glas aus der Zeit nach der Eroberung Persiens durch Alexander den Großen. Der Direktor des Kunsthistorischen Museums, Hofrat Prof. Wilfried Seipel, erklärt die kunsthistorischen Zusammenhänge. Der Film präsentiert außerdem Persepolis, die Hauptstadt des persischen Großreiches.

"Marcel Prawy: Auf den Spuren von Lehárs 'Zarewitsch'" am Dienstag, dem 26. Dezember, um 17.55 Uhr in ORF 2: Marcel Prawy widmet sich in dieser Sendung der beliebten Lehár-Operette "Der Zarewitsch" und ihrem historischen Hintergrund. Er führt den Zuseher nach Sankt Petersburg, wo sich der Zarewitsch, der spätere Zar Nikolaus II., in die Primaballerina Matilda Kschessinskaja - die Sonja in Lehárs Operette - verliebt hat. Das Palais, in dem damals die Treffen stattfanden, steht noch heute und beherbergt ein Museum für Matilda Kschessinskaja. In Ausschnitten sind Teresa Stratas, Wieslaw Ochman und José Carreras zu sehen.

"Kunst-Stücke spezial: Bad Boy - Rennen am Äquator" am Donnerstag, dem 28. Dezember, um 23.35 Uhr in ORF 1: Die "Kunst-Stücke" bieten in ihrem Weihnachtsprogramm einen poetischen Kriminalfilm rund um den legendären Silvesterlauf in der brasilianischen Megacity São Paulo. "Bad Boy" ist der jüngste Film aus Herbert Brödls Äquator-Zyklus nach "Früchtchen", "Goldland" und "Jaguar und Regen".

"Alles Komödie: Ladies Night" am Samstag, dem 30. Dezember, um 22.45 Uhr in ORF 2: Auf der Suche nach Arbeit treffen fünf junge Männer in einem Pub in Sheffield aufeinander und gebären eine haarsträubende Idee: Nach dem Vorbild der hübschen Go-Go-Girls wollen sie strippen und auf diese Weise zu Geld kommen. Und tatsächlich: Die Frauen sind von dieser Vorführung begeistert. Als sich noch eine professionelle Choreografin der strippenden Männer annimmt, kommen die "Fünf Stiere" groß heraus. Dem neuseeländischen Autorenduo Stephen Sinclair und Anthony McCarten ist mit "Ladies Night" ein Erfolgsstück gelungen, das quer über die europäischen Komödienbühnen gespielt wurde. Der ORF zeigt eine Aufzeichnung aus der Wiener Kleinen Komödie, in einer Inszenierung des früheren Burgschauspielers und Hausherrn der Kleinen Komödie, Helmut Siderits.

Live aus dem Goldenen Wiener Musikvereinssaal: "Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker" und Pausenprogramm "Lanners Traumtänze" am Montag, dem 1. Jänner, um 11.15 Uhr in ORF 2: Ein neues Jahrtausend bricht an - und auch am 1. Jänner 2001 werden auf den Bildschirmen rund um den Erdball wieder die Wiener Philharmoniker dominieren. Der ORF überträgt live aus dem Goldenen Wiener Musikvereinssaal das traditionsreiche Neujahrskonzert, das diesmal nicht nur der Strauß-Familie gewidmet ist, sondern auch dem großen Wiener Jubilar des nächsten Jahres eine musikalische Reverenz erweist: Joseph Lanner, dessen 200. Geburtstag im April begangen wird. Am Pult steht beim Neujahrskonzert erstmals Nikolaus Harnoncourt. Freunde des Balletts werden diesmal bestimmt nicht zu kurz kommen: Zur "Harlekin-Polka" von Josef Strauß tanzen die Eleven der Ballettschule der Wiener Staatsoper, und die Polka Mazur "Der Kobold" von Johann Strauß setzt der erste Solotänzer des Pariser Opernballetts, Manuel Legris, bezaubernd in Tanz und Bewegung um. Das Ballett zur "Harlekin-Polka" wird auf der imposanten Feststiege des Wiener Burgtheaters getanzt, das Solo zum "Kobold" ist in den Räumlichkeiten der französischen Botschaft in Wien zu sehen. Für die Choreografie beider Nummern zeichnet Renato Zanella verantwortlich. Zur Polka schnell "Vergnügungszug" von Johann Strauß hält der ORF eine kleine Überraschung bereit: ein kurioses "Ballett der Dampflokomotiven", in dem zwei Prachtexemplare aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert einander schmauchend zum Tanz bitten. Imperiale Bilder von Schloss Schönbrunn, der Gloriette und dem Park Schönbrunn sind zu Joseph Lanners Walzer "Die Schönbrunner" zu sehen. Und wenn im Musikvereinssaal die traditionelle Zugabe, der "Donauwalzer", erklingt, begeben sich die Zuseher im Fernsehen auf eine stimmungsvolle Reise entlang der Donau.
Wer beim Neujahrskonzert vom Ballett nicht genug bekommen kann, wird am 1. Jänner 2001 reichlich bedient. Auch der Pausenfilm steht diesmal ganz im Zeichen von Bewegung und Tanz. "Lanners Traumtänze" nennt Choreograf Jochen Ulrich den Tanzfilm. Die Geschichte folgt E. T. A. Hoffmanns Erzählung "Cardillac". Zur besten Musik, die Lanner komponiert hat, führt der Film ins biedermeierliche Wien, in eine erotisch aufgeladene Schattenwelt voller Sehnsüchte, Begierden und Heimlichkeiten. In den modernistischen Kostümen von Bianca Ursulov tanzt sich die Truppe tranceartig durch die Tiefen der Seele.

"All that Strauss" am Montag, dem 1. Jänner, um 23.25 Uhr in ORF 2:
Johann Strauß - einmal anders! Der Wiener Erfolgskomponist des 19. Jahrhunderts hätte bestimmt seine Freude mit den Adaptionen seiner Werke. Das Vienna Art Orchester, das mit seinen Jazzinterpretationen berühmter Kompositionen seit gut zwanzig Jahren eine Wiener Institution darstellt, spielte am 1. Jänner 2000 in den Wiener Sofiensälen unter großem Beifall ein alternatives Neujahrskonzert mit verjazzten Strauß-Werken. Es war genau das Programm, das auch die Wiener Philharmoniker an diesem Tag im offiziellen Neujahrskonzert aufführten. Die alternative Kopie entstand im besten Einvernehmen mit dem traditionellen Klangkörper. Der ORF hat dieses Konzert in Koproduktion mit dem SWR aufgezeichnet.

"Dornröschen" - Teil 1 am Sonntag, dem 7. Jänner, um 23.00 Uhr in ORF 2 (Wiederholungstermin: So., 14. Jänner, 9.20 Uhr, ORF 2) und Teil 2 am Sonntag, dem 14. Jänner, um 23.20 Uhr in ORF 2 (Wiederholungstermin: So., 21. Jänner, 9.05 Uhr, ORF 2):
"Dornröschen" ist und bleibt, wie Rudolf Nurejew gerne sagte, das "Ballett der Ballette": Es ist das vollkommenste und glanzvollste, eines der aufregendsten Ballette des neunzehnten Jahrhunderts und das repräsentativste des "edlen Stils" der klassischen Sprache. "Dornröschen" wurde 1890 am Marien-Theater in Sankt Petersburg uraufgeführt. Das Ballett basiert auf dem Märchen von Perrault ("La Belle au bois dormant"). Der französische Tänzer und Ballettmeister Marius Petipa schrieb das Szenario und die Choreografie auf, für die Pjotr Iljitsch Tschaikowsky die Musik schrieb. Die Choreografie wurde von einer Tänzergeneration zur anderen weitergegeben und ist daher fast vollständig erhalten geblieben. Der ORF zeigt das Ballett in zwei Teilen. Diese sind in der neuen Reihe "Matinee am Sonntag" am jeweils folgenden Wochenende noch einmal zu sehen.

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