Neue Finanz- und Bankinstrumente für audiovisuelle Produktionen

Wien (OTS) - Die Europäische Kommission, die Europäische Investitionsbank (EIB) und der Europäische Investitionsfonds (EIF) bieten der europäischen audiovisuellen Industrie eine neue Reihe von Aktionen, mit denen sie ihre Finanzgrundlage stärken und die Anpassung an die digitale Technik beschleunigen kann. Neben dem Programm Media Plus (2001-2005) soll dieses Finanzpaket die Wettbewerbsfähigkeit dieses Industriezweigs stärken und die Entwicklung europäischer audiovisueller Inhalte fördern.

Viviane Reding, als Kommissarin für Kultur und Audiovisuelles zuständig, und Philippe Maystadt, Präsident der Europäischen Investitionsbank, präsentierten am 19. Dezember in Brüssel eine neue Strategie der Kooperation zwischen Kommission, EIB und EIF.

Mit einer Laufzeit von zunächst drei Jahren soll die Initiative "i2i-Audiovisual" umfangreiche Finanzmittel bereitstellen. Vier konkrete Aktionslinien wurden präsentiert:

- Bereitstellung von Kreditlinien (oder "Globaldarlehen") der EIB für Banken, die auf den audiovisuellen Bereich spezialisiert sind, für die Finanzierung kleiner Unternehmen im Bereich der audiovisuellen Produktion, audiovisueller Techniken oder Zuliefertätigkeiten in diesem Sektor.

- Die mittel- und langfristige Finanzierung - durch die EIB in Zusammenarbeit mit dem Bankensektor - großer privater oder öffentlicher Gruppen im Bereich Fernsehen, audiovisuelle Produktion und Vertrieb im Hinblick auf Infrastrukturinvestitionen (Studios, digitale Ausrüstungen, Sendestationen usw.) und Produktionsinvestitionen (Produktion von "Film-Bouquets", Vertrieb von Werken und Katalogen).

- Die Finanzierung von Risikokapitalfonds speziell für den audiovisuellen Bereich durch eine Beteiligung des EIF. Der EIF tritt damit als "Fonds für Fonds" auf und wird in einem sehr spezialisierten Bereich tätig, in dem ein Mangel an Mitteln und europäischen Akteuren die Entstehung eines effizienten Risikokapitalmarktes behindert.

- Gemeinsame Aktionen von EIB-Gruppe und Kommission zugunsten kultureller Produktionen der Film- und Fernsehindustrie, um eine bessere Komplementarität zwischen diesen neu geschaffenen Ressourcen und den gemeinschaftlichen Fördermitteln aus dem Programm Media Plus, das mit Haushaltsmitteln in Höhe von 400 Mio. Euro über fünf Jahre ausgestattet ist, zu erreichen.

Zu diesen Beschlüssen sagt Philippe Maystadt: "es ist unerlässlich, dass Europa in der audiovisuellen Industrie seinen Platz findet. Aus wirtschaftlichen und kulturellen Gründen müssen wir eine Finanzierung bieten, die den europäischen Kulturschaffenden angepasst ist. Dies möchten wir mit dem Programm "i2i" anstreben, dass nach dem Gipfel von Lissabon ins Leben gerufen wurde."

Viviane Reding ist der Ansicht, "diese gemeinsame Initative (solle) dazu beitragen, dass das audiovisuelle Europa sich in die richtige Richtung bewegt. Denn wenn wir es schaffen, Marktanteile zurück zu gewinnen, werden unsere Produzenten eine Zunahme ihres Publikums sehen, sie werden neue Finanzquellen erschließen und ihre Chancen steigern, ihre Kultur in den anderen Ländern Europas und der Welt zu verbreiten. Wir müssen dabei auf Freiwilligkeit bauen und uns dieser Herausforderung für unsere kulturelle Vielfalt und unsere Arbeitsplätze stellen."

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