Neue Finanzinstrumente für europäische audiovisuelle Produktionen

Gemeinsame Initiative der Europäischen Kommission, der Europäischen Investitionsbank und des Europäischen Investitionsfonds

Wien/Brüssel (OTS)- EU-Kommissarin Viviane Reding, zuständig für Kultur und audiovisuelle Medien, und Philippe Maystadt, Präsident der Europäischen Investitionsbank, präsentierten am 19. Dezember in Brüssel eine neue Strategie zur Förderung der europäischen audiovisuellen Industrie. Im Rahmen der Initiative "i2i-Audiovisual", die zunächst für eine Laufzeit von drei Jahren konzipiert ist, sollen umfangreiche Finanzmittel zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit dieses Industriezweigs zur Verfügung gestellt werden. Das im Rahmen der Initiative geschnürte Finanzpaket umfaßt 12 bis 15 Mrd. Euro an Darlehen sowie eine Milliarde Euro an Risikokapital.

"Diese gemeinsame Initiative der Europäischen Kommission, der Europäischen Investitionsbank (EIB) und des Europäischen Investitionsfonds (EIF) wird dazu beitragen, daß Europa Marktanteile im audiovisuellen Sektor zurückgewinnt und die kulturelle Vielfalt Europas gefördert wird" betonte EU-Kommissarin Reding bei der Präsentation des neuen Programms. Das neue Finanzierungsprogramm zur Förderung der audiovisuellen Industrie in Europa umfaßt vier Aktionslinien:

- Bereitstellung von Kreditlinien der EIB für Banken, die auf den audiovisuellen Bereich spezialisiert sind. Damit sollen vorrangig kleine Unternehmen, die sich mit audiovisuellen Produktionen bzw. der Entwicklung audiovisueller Techniken befassen, finanziert werden. Die Globaldarlehen können zum Teil die öffentliche Förderung von Kino-und Fernsehproduktionen ergänzen, zum Teil aber auch zur Risikoteilung unter Nutzung der Garantiestrukturen dienen, wie sie insbesonders der EIF bietet.

- Die mittel- und langfristige Finanzierung von Infrastrukturinvestitionen (Studios, digitale Ausrüstungen, Sendestationen etc.) und Produktionsinvestitionen durch die EIB in Zusammenarbeit mit dem Bankensektor.

- Die Finanzierung von Risikokapitalfonds speziell für den audiovisuellen Bereich durch eine Beteiligung des EIF.

- Gemeinsame Aktionen der EIB-Gruppe und der Kommission zugunsten kultureller Produktionen und der Entwicklung der Film- und Fernsehindustrie. Maßnahmen in diesem Bereich umfassen u.a. Fortbildungsveranstaltungen zum Thema "Finanzierung von audiovisuellen Produktionen", Aktionen zur Förderung von Vertriebskooperationen sowie Maßnahmen zur Entwicklung von Online-Diensten, zur Nutzung von Filmarchiven und zur Entwicklung themenbezogener digitaler Kanäle.

"Mit diesem neuen Finanzierungsinstrument", so Dr. Wolfgang Streitenberger, Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich, werden auch der kleinstrukturierten österreichischen audiovisuellen Industrie neue Perspektiven eröffnet". Streitenberger wies daraufhin, daß das neue Förderprogramm eine optimale Ergänzung zum Programm "Media-Plus" (2001 - 2005) sei, das mit Haushaltsmitteln in der Höhe von 400 Mio. Euro ausgestattet ist.

Nähere Informationen zur Initiative "i21-Audiovisual" finden sich auf der Homepage der Generaldirektion Bildung und Kultur unter der Internet-Adresse
http://europa.eu.int/comm/dgs/education_culture/index_de.htm bzw. auf
der Homepage der Europäischen Investitionsbank unter http://www.eib.org/

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Vertretung der Europäischen
Kommission in Österreich
Annemarie Huber
Tel. 01/ 516 18-329

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DEG/OTS