Energy Balancing AG fit für Ausgleichsenergie-Verrechnungsstelle

International erfahrener Partner ist Systemlieferant

Wien (OTS) - Die von Wienstrom, EVN, ESG und Bewag im April dieses Jahres gegründete Clearing- und Settlementgesellschaft Energy Balancing AG ist bereit für die Übernahme der Abrechnung und Ausgleichsenergielieferungen im freien Strommarkt ab 1. Oktober 2001. Mit der Enermet AG hat sich nun ein international erfahrener Systemlieferant eingeklinkt, berichteten heute die beiden Energy Balancing-Geschäftsführer Dr. Karl Derler und Mag. Johann Wachtler im Rahmen einer Pressekonferenz in Wien über den Vertragsabschluss mit dem Systemlieferanten Enermet. Interesse an einer Beteiligung habe auch die Wiener Börsen AG bekundet. Die rechtzeitige Inbetriebnahme der Verrechnungsstelle sei möglich, wenn bis Ende Februar eine rechtskräftige Konzessionserteilung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit erfolge.

Das ElWOG sehe eine gegenseitige Kontrolle von Regelzonenführer und Verrechnungsstelle vor. Nachdem der Regelzonenführer der Verbund-APG zugeordnet sei, solle die Verrechnungsstelle von der größten österreichischen Stromgruppe, der EnergieAllianz, geführt werden, forderten Derler und Wachtler. Sie warnten davor, die Clearingstelle-Aufgaben einem rein profitorientierten Unternehmen zu überlassen, weil dadurch der Strommarkt durch eine höhere "Clearing-Gebühr" belastet werde. Der Betrieb der Verrechnungsstelle durch die Energy Balancing AG bringe hingegen wesentliche Vorteile. Die Dienstleistung der Energy Balancing AG werde auf Kostenbasis mit angemessenem Gewinn erbracht. Das eingesetzte Kapital und die Betriebskosten würden über die "Clearing-Gebühr" erwirtschaftet. Nachdem die Dienstleistung möglichst kostengünstig bereitgestellt werde, würde der Strommarkt durch die Verrechnungsstelle kaum belastet. Die Wiener Börsen AG wäre Garant dafür, dass Dienstleistung unabhängig und diskriminierungsfrei erbracht werde. Dazu komme, dass international erfahrene Experten die Umsetzung des vom BMWA bevorzugten nordischen (finnischen) Modells unterstützen. Energy Balancing AG ist Garant für Kompetenz in der Umsetzung Die Energy Balancing AG wurde im April dieses Jahres von Wienstrom, EVN, ESG und Bewag gegründet. Die Wiener Börsen AG hat ihr Beteiligungsinteresse an dieser Clearingstelle für die Verrechnung und Preisbildung der Ausgleichsenergie am freien Markt bereits im Sommer kund getan. Die Eigentümerstruktur könnte folgendermaßen aussehen: Wienstrom, EVN, ESG und Bewag je 16,25 Prozent, die Wiener Börsen AG 30 Prozent und die Enermet AG 5 Prozent. Die Energy Balancing AG ist offen für weitere Partner. Diese Eigentümerstruktur garantiere Kompetenz in der Umsetzung, betonten Derler und Wachtler. Die Energieunternehmungen liefern mit ihrem Know-how im Stromgeschäft die unabdingbare Basis für die Arbeit der Verrechnungsstelle. Die Börse habe nationale und internationale Clearing- und Settlement-Erfahrung und Zugang zu internationalen Finanz- und Energiebörsen. Weiters bringe sie bereits erfolgreich funktionierende IT-Systeme ein, die im Sinne eines multi-utility-Ansatzes auch für eine Erweiterung auf Gas geeignet seien. Darüber hinaus seien mit der Wiener Börse alle Settlement und Börse-Voraussetzungen für eine Energiebörse vom Start weg gegeben. Die Enermet AG kann mit know-how auf liberalisierten internationalen Energiemärkten reüssieren. Sie war unter anderem Systemlieferant in Finnland, Niederlande und Neuseeland.

Notwendig ist die Errichtung einer Clearingstelle aufgrund des Unbundling-Grundsatzes des liberalisierten Energiemarktes, wonach sowohl eine organisatorische als auch rechnerische Löslösung der Energielieferung von der Netzbereitstellung erforderlich ist. Die jeweiligen Stromverbräuche müssen den Lieferanten eindeutig zugeordnet bzw. die Kosten für die Inanspruchnahme des Netzes eindeutig zugeordnet werden können. Das Gleichgewicht zwischen Erzeugung und Verbrauch ist zu gewährleisten. Der Ausgleich der Lastschwankungen hat durch die Bildung von Bilanzgruppen zu erfolgen.

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