Klimaschutz wird bei der Stadt Wien weiter forciert

Klimaschutzkoordinationsstelle soll für Umsetzung des KLiP sorgen - Priorität für Verbesserung der Energieeffizienz

Wien, (OTS) Klimaschutz ist und bleibt eines der weltweit wichtigsten Themen - auch wenn die Großmacht USA gerade die Teilnahme an einem informellen Ministertreffen in Oslo verweigert hat und diese Klimaschutz-Gespräche damit geplatzt sind. Bereits vorher waren der Weltklimaschutzgipfel in Den Haag und Klimaschutz-Gespräche in Ottawa gescheitert. Bekanntlich gibt es zwischen den USA und der EU unterschiedliche Auffassungen in wichtigen Fragen, wie bei der Anrechnung von Farmland oder Forsten bei der Reduktion der Treibhausgase, vor allem aber beim Handel
mit Emissionszertifikaten. Die USA wollen eine Verringerung der Treibhausgase weniger durch eigene Maßnahmen durchführen, sondern zögen es vor, Emissionsrechte von anderen Staaten zu kaufen. Die Teilnahme an den Osloer Verhandlungen über ein weltweites Abkommen zur Reduzierung der umweltschädlichen Treibhausgase wurde daher
von den Vereinigten Staaten abgesagt.

Klimaschutz bedarf jedoch nicht nur internationaler
Maßnahmen, sondern auch der Aktivitäten auf Landes- und Gemeindeebene. In Wien wurde daher kürzlich im Bereich der Magistratsdirektion eine Klimaschutzkoordinatorin bestellt:
Senatsrätin Mag. Dr. Christine Fohler-Norek war von Juni 1994 bis Oktober 2000 stellvertretende Leiterin der Wiener
Umweltanwaltschaft und als Umweltmanagerin mit der Einführung von Umweltmanagementsystemen (PUMA) in der Stadtverwaltung
beschäftigt.

Die Klimaschutzkoordinationsstelle (MD-KLI) und ihre Leiterin haben die Aufgabe, jene Maßnahmen zu koordinieren und umzusetzen, die im 1999 vom Gemeinderat beschlossenen Klimaschutzprogramm KLiP der Stadt Wien fixiert wurden. Ziel des KLiP ist die Verringerung der Treibhausgase, die für die Erwärmung der Erdatmosphäre und die Klimaveränderung verantwortlich gemacht werden. Das KLiP enthält 36 Maßnahmenpakete zu mehreren Themen wie Energie, Beschaffung, Abfall, Mobilität, Wohnen, Betriebe, Stadtverwaltung. Bis zum Jahr 2010 sollen alle Aktivitäten des KLiP umgesetzt sein und die Kohlendioxidemissionen in Wien entscheidend reduziert werden. Ohne gegenzusteuern, würden die Kohlendioxidemissionen bis 2010 auf 9,9 Millionen Tonnen ansteigen. Durch das KliP-Programm soll die Stadt Wien jedoch 2010 7,3 Millionen Tonnen CO2 verursachen, um ein Viertel weniger als prognostiziert. Zahlreiche Maßnahmen wurden bereits eingeleitet, etwa eine Energiebuchhaltung in städtischen Gebäuden aufgebaut oder Contracting-Projekte mit dem Ziel der Energieeinsparung sowie die thermisch-energetische
Wohnhaussanierung bei nach dem 2. Weltkrieg errichteten Wohnbauten samt entsprechenden Förderungen und dadurch erzielter Energieeinsparung realisiert.

Fohler-Norek und ihr Team werden nicht nur die im KLiP enthaltenen Programme vorantreiben und dazu auch ExpertInnennetzwerke für die einzelnen Themenbereiche schaffen, sondern auch für die Koordination der in den Themenbereichen "Energie", "Mobilität" und "Beschaffungswesen" des Klimaschutzprogramms tätigen ExpertInnen und Stellen sorgen.

Das Konzept der neuen Klimaschutzkoordinatorin sieht, wie die Publikation der Umweltanwaltschaft WUA News (Internet:
www.wien.at/wua/n12_00.htm) berichtet, vor, dass zunächst jene Maßnahmen mit höchster Priorität angegangen werden sollen, die der Verbesserung der Energieeffizienz in städtischen Gebäuden dienen. Wesentliche Voraussetzung dafür ist eine stärker als bisher an ganzheitlichen Gesichtspunkten ausgerichtete
Gebäudebewirtschaftung ("Facility Management"). Als weitere Schwerpunkte sieht Fohler-Norek die Ökologisierung des Beschaffungswesens der Stadt Wien - hier sind die erforderlichen Strukturen sowie erste Ergebnisse in Form des von Projektes "ÖkoKauf Wien" bereits vorhanden - sowie Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung.

Zu den Aufgaben der Klimaschutzkoordinationsstelle zählen außerdem die Vorbereitung der Bemühungen der Stadt Wien um Änderungen der nationalen und internationalen Rahmenbedingungen, sodass die Erreichung der Zielsetzungen des KliP-Wien erleichtert wird sowie die Evaluierung und Erfolgskontrolle der Umsetzungsmaßnahmen. (Schluss) hrs/wua

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